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ZUG: Jugendliche Schläger müssen jetzt den Kopf hinhalten

Zu fünft hatten sie auf einen jungen Mann eingeprügelt. Dieser nahm sich drei Tage später das Leben. Die Zuger Strafverfolgungsbehörde sagt, was die fünf Schläger erwartet.
In Zug hatte Jugendgewalt tödliche Folgen. (Symbolbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

In Zug hatte Jugendgewalt tödliche Folgen. (Symbolbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Anfang September geriet Alain M. auf der Schützenmattwiese in Zug an eine Gruppe von acht Jugendlichen. Sie forderten von dem 21-Jährigen offenbar Bier, was er ablehnte. Die Jugendlichen griffen den jungen Mann daraufhin an und schlugen brutal auf ihn ein. Er erlitt Kopfverletzungen. Drei Tage nach der ­Gewaltattacke nahm sich der 21-Jährige, der in seiner Jugend offenbar mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, auf tragische Weise das Leben.

Nun hat die Jugendanwaltschaft des Kantons Zug die Verfahren gegen die fünf Tatbeteiligten abgeschlossen, die zum Tatzeitpunkt im Alter zwischen 15 und 16 Jahren waren. Zwei der Jugendlichen erhielten einen Strafbefehl, einer mit einer bedingten, der andere mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe. Einer der beiden hat dagegen Einsprache erhoben. In einem Fall wurde die Freiheitsstrafe mit einer ambulanten jugendstrafrechtlichen Massnahme kombiniert.

Drei Beteiligte müssen vor Gericht

Die anderen drei Tatbeteiligten müssen sich wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs vor Gericht verantworten. Der Jugendanwalt beantragt in einem Fall eine ambulante jugendstrafrechtliche Schutzmassnahme und für die anderen beiden Tatbeteiligten je eine stationäre Einweisung in ein Jugendheim. Das beantragte Strafmass liegt zwischen 9 und 36 Monaten.

Zur Klärung des Tatablaufs sassen die Jugendlichen teilweise bis zu 49 Tage in Untersuchungshaft und es wurden insgesamt knapp 70 Einvernahmen durchgeführt. Zudem wurden alle Tatverdächtigen einer intensiven Persönlichkeitsabklärung unterzogen.

Zwei Jugendliche wurden dazu über mehrere Monate vorsorglich in geschlossenen Erziehungseinrichtungen untergebracht und befinden sich nach wie vor in Jugendheimen.

pd/wh/cv

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