ZUG: K.-o.-Tropfen überschatten Fasnacht

An einem Ball der Guggenmusik Los Contineros erlebt eine junge Frau einen Horror-Trip: Offenbar wurden ihr Drogen ins Getränk gemischt.

Christian Glaus
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Am Fasnachtsball der Guggenmusik Los Contineros wurden offenbar K.O.-Tropfen in Getränke gemischt. (Bild Maria Schmid)

Am Fasnachtsball der Guggenmusik Los Contineros wurden offenbar K.O.-Tropfen in Getränke gemischt. (Bild Maria Schmid)

Samstagabend in Zug: Die Stimmung in der Chollerhalle erreicht ihren Höhepunkt, die Menge kocht. Doch nicht alle mögen feiern: Für eine 29-jährige Frau nimmt der Fasnachtsball ein abruptes Ende. Offenbar wurden ihr K.-o.-Tropfen ins Getränk gemischt. Diese bestehen aus der Substanz Gamma-Hydroxy-Butyrat (GHB), auch «Liquid Ecstasy» genannt. GHB verstärkt sich in Kombination mit Alkohol und kann schon in kleinen Mengen eine atemlähmende Wirkung haben. Ohne viel Alkohol konsumiert zu haben, wird der jungen Frau am Samstagabend schnell schwindlig, sie muss erbrechen.

Stefan Fraefel vom Organisationskomitee des Contiballs reagiert erstaunt auf die Meldung über K.-o.-Tropfen: «Davon weiss ich nichts.» Laut Fraefel wird das Barpersonal vor dem Einsatz von einer geschulten Person instruiert und auf die Gefahr von K.-o.-Tropfen hingewiesen. «Wir achten auch darauf, dass Getränke weggeräumt werden, die länger auf der Bar herumstehen.»

Bild: Maria Schmid / Neue ZZ
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Die Zuger Polizei weiss von dem Vorfall am Contiball nichts: «Bei uns ist keine Anzeige eingegangen», erklärt Mediensprecherin Judith Aklin. Sie weiss aber: «K.-o.-Tropfen sind jedes Jahr in der Fasnachtszeit ein Thema.» Meistens handle es sich um Einzelfälle. Doch nicht immer geht dies für die Betroffenen glimpflich aus. So mussten an der Fasnacht 2011 zwei Personen sogar ins Spital, weil ihnen K.-o.-Tropfen in die Getränke gemischt worden waren.