ZUG / KALESIJA: Hilfe für die Opfer der Flutkatastophe

Erdrutsche und Überschwemmungen: Die Zuger Partnerstadt Kalesija ist stark von der Flutkatastrophe im Balkan betroffen. Der Verein Zug-Kalesija startet mit Unterstützung des Stadtrats eine Hilfsaktion und zählt dabei auch auf das Engagement der Bevölkerung.

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Eine Zufahrtsstrasse ist von den Wassermassen unterspült und zerstört worden. (Bild: pd)

Eine Zufahrtsstrasse ist von den Wassermassen unterspült und zerstört worden. (Bild: pd)

Eine Zufahrtsstrasse ist von den Wassermassen unterspült und zerstört worden. (Bild: pd)

Eine Zufahrtsstrasse ist von den Wassermassen unterspült und zerstört worden. (Bild: pd)

Die Flutkatastrophe in Osteuropa forderte Dutzende Menschenleben und verwüstete Häuser und ganze Städte. Betroffen von den schwersten Umnwettern seit 120 Jahren ist auch Kalesija, die rund 37'000 Einwohner zählende Partnerstadt von Zug. Hochwasser und vor allem Erdrutsche gefährden dort Häuser, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Zug vom Montag.

Die Gemeinde Kalesija hat sich mit einem Hilfegesuch an den Verein Zug Kalesija gewandt. Darin bittet der Leiter des örtlichen Zivilschutzes um folgende Hilfsgüter wie Kleider (für rund 200 Personen, davon ein Drittel Kinder), Gummistiefe und Bettdecken. Aber auch Plastikfolie (für die Notreparatur von Dächern), Wasserpumpen, Notstromaggregate, Entfeuchtungsgeräte und Hygiene- / Desinfektionsmittelsind willkommen.

Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen weggespült. (Bild: pd)

Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen weggespült. (Bild: pd)

Gleichzeitig wolle die Gemeinde Kalesija 16 Wohnungen, in denen früher Flüchtlinge gelebt hatten, als Notunterkünfte bereitstellen. Die Wohnungen seien aber in einem sehr schlechten Zustand. Es brauche Fenster, Türen, Badeinrichtungen und Möbel, um für von den Unwettern geschädigten Menschen ein provisorisches Dach über dem Kopf zu geben.

Stadtrat hilft mit 20'000 Franken

«Ich sehe es als unsere Pflicht, unserer Partnerstadt in der Not beizustehen», sagt Stadträtin Vroni-Straub-Müller, die gleichzeitig Präsidentin des Vereins Zug-Kalesija ist. Der Stadtrat werde deshalb am Dienstag einen Kredit für Nothilfe im Ausland in der Grössenordnung von rund 20'000 Franken sprechen. «Das Geld ist für den Kauf von Materialien vor Ort gedacht.» Zudem unterstützt der Stadtrat die Sammelaktion des Vereins Zug-Kalesija: Die Zuger Bevölkerung ist aufgerufen, Kleider, Bettwäsche und Gummistiefel zu spenden (siehe Kasten).

pd/zim

Aktion «Zug hilft Kalesija»

pd/zim. Die Zuger Bevölkerung wird gebeten, folgende Güter für die von den Unwettern geschädigten Menschen in der Region Kalesija zu spenden: Kleider, Regenjacken, Schuhe und Gummistiefel. Die Güter können ab Dienstag bis Donnerstag während den Öffnungszeiten (9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 16:.0 Uhr) im Ökihof beim Güterbahnhof in einem unverschlossenen Sack an der Kasse abgegeben werden. Es können nur gut erhaltene Kleider entgegengenommen werden. Die Anlieferungen werden kontrolliert. Die Hilfsgüter werden Ende Woche direkt in die Region Kalesija transportiert.

Ein Haus droht auf dem untespülten Boden abzurutschen. (Bild: pd)

Ein Haus droht auf dem untespülten Boden abzurutschen. (Bild: pd)