Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Kampagne «Alter hat Potenzial» abgeschlossen: Thema soll aber weiter zu reden geben

Mit einem Anlass im Theater Casino wurde die Kampagne «Alter hat Potenzial» abgeschlossen. Einiges daraus wird aber wohl noch nachhallen.
Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart (links) und Psychoanalytiker Peter Schneider im Gespräch. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 28. November 2017))

Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart (links) und Psychoanalytiker Peter Schneider im Gespräch. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 28. November 2017))

Vielen dürften die Plakate der Kampagne schon aufgefallen sein. «Nutzlos», «Isoliert» oder «Von gestern» heisst es da, und dazu abgebildet sind ältere ­Frauen und Männer. Die Plakate gehörten zur Kampagne «Alter hat Potenzial», die in den vergangenen 18 Monaten im Kanton lief und die zum Ziel hatte, das Thema der älteren Arbeitnehmer und Stellensuchenden in den Fokus zu rücken. Am Dienstagabend fand im Theater Casino Zug die öffentlich Abschlussveranstaltung der Kampagne satt. «Es ist ein grösseres Thema, als die meisten glauben», sagte Kampagnenleiter und Leiter des Amts für Berufsberatung Urs Brütsch. «In meiner Tätigkeit als Laufbahnberater sind zahlreiche Leute im Alter um die 55 zu mir gekommen und sagten, sie wollen jetzt noch etwas Sinnvolles machen.» Das sei für ihn ein Antrieb während dieser Kampagne gewesen.

Zum Abschlussanlass am Dienstag kamen Psychoanalytiker Peter Schneider und Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart zu einem Talk. Müller-Drossaart unterhielt das Publikum ­mit seiner treffsicheren parodistischen Darstellung des Stereotyps eines Mannes im hohen Alter und sorgte für einige Schmunzler. Als er sich von der Bühne verabschiedete, sagte er, er müsse jetzt noch nach Zug. «Dort findet so eine Vorstellung über Viagra statt; ­Alter hat Potenz oder so ähnlich.» Auch die Wissenschaft beschäftige sich intensiv mit dem Thema, wie Peter Schneider in seinem anschliessenden Vortrag erklärte. «Vielen Demografen geht der Begriff der Überalterung heutzutage leichter über die Lippen, als der der Überfremdung», sagte er. In einer anschliessenden Diskussion sprachen Müller-Drossaart und Schneider übers Altern, auch aus ihrer eigenen Perspektive. Im Moment finde er sich noch ganz charmant, so als alter Knacker, sagte Peter Schneider. «Ich sehe aber, dass irgendwann der Punkt kommen wird, an dem das kippt.»

Massnahmen aus dem Projekt

Im Anschluss an die Diskussion fand noch ein Marktplatz statt. Dabei stellten verschiedene Organisationen ihre Projekte vor, die aus der Kampagne entstanden sind. Mit dabei war unter anderem das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum, das ab dem nächsten Jahr ein spezielles Mentoring-Programm für Arbeitssuchende über 50 anbieten wird.

Julian Koller

redaktion@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.