Zug kann dieses Gebäude kaufen

Die Verwaltung der Stadt Zug könnte bald zentralisiert werden – im ehemaligen L&G-Hauptsitz.

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Das Kaufangebot beläuft sich auf rund 52 Millionen Franken. Die Stadt will dies fremdfinanzieren. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Das Kaufangebot beläuft sich auf rund 52 Millionen Franken. Die Stadt will dies fremdfinanzieren. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Siemens verkauft das markante Gebäude an der Gubelstrasse – an die Stadt Zug, sofern sie sich beeilt. Denn: Der Handel muss bis Ende September über die Bühne sein; dieser Termin ist aus Sicht der Siemens nicht verhandelbar. Wahrscheinlich dürfte diese Bedingung damit zu tun haben, dass Siemens am 30. September das Geschäftsjahr abschliesst.

Aus diesem Grunde muss der Grosse Gemeinderat den Kauf an einer Sondersitzung am 24. Juli beraten und verabschieden. Nur dann ist auch gewährleistet, dass eine Volksabstimmung am 9. September stattfinden kann. Stadtrat Ivo Romer: «Wenn wir die Liegenschaft kaufen wollen, dann müssen wir auch zu ausserordentlichen Massnahmen bereit sein.»

Aus Sicht des Stadtrates ist der Kauf des alten Hauptsitzes der Landis & Gyr an der Gubelstrasse 22 «eine einmalige Gelegenheit». So könne das langfristige Ziel, die Stadtverwaltung zusammenzuführen, an einem zentralen Ort umgesetzt werden. Aus diesen Gründen will der Stadtrat nichts unversucht lassen und die Chance nutzen. Der Kaufpreis von 52,23 Millionen Franken sei, so Finanzchef Ivo Romer, zwar ein hoher Betrag, andererseits handle es sich dabei auch um einen guten Preis. Die Siemens will die Stadt bevorzugt behandeln. Das wertet der Stadtrat als Bekenntnis zum Standort Zug. Läuft der eingeleitete Prozess nach Plan, könnte die Stadt das Gebäude in fünf Jahren nutzen.

Freddy Trüsch / Neue ZZ