ZUG: Kanton kündet Widerstand gegen das Projekt an

Das Rückgrat der Zuger Stromversorgung wird teilweise in den Boden verlegt. Geht es nach der Baudirektion, ist das erst der Anfang.

Silvan Meier
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Gärtnern unter einer Hochspannungsleitung: Damit soll es in der Lorzenebene zumindest hier bald vorbei sein. (Bild Stefan Kaiser)

Gärtnern unter einer Hochspannungsleitung: Damit soll es in der Lorzenebene zumindest hier bald vorbei sein. (Bild Stefan Kaiser)

Die Axpo Power AG will auf der Stromleitung, die von der Lorzenebene quer durch den Kanton Zug nach Sins führt, die Spannung von 50 auf 110 Kilovolt erhöhen. Diese Umstellung nutzt das Unternehmen, um einen rund 1,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Unterwerken Herti und Altgass zu verkabeln. Die Strommasten werden dort bis Anfang 2016 verschwinden. Möglich wird die Erdverlegung auch dank des Drucks der Baudirektion.

Weniger Erfolg hatte Regierungsrat Heinz Tännler mit seinem Anliegen, auch die weiteren Abschnitte vom Unterwerk Altgass über Langacher bis Sins ebenfalls zu verkabeln. Die Axpo weigert sich unter anderem aus Kostengründen gegen eine Erdverlegung. Tännler will das nicht hinnehmen. Er kündet Widerstand an und will nötigenfalls eine Einsprache gegen das derzeit öffentlich aufliegende Gesuch einreichen.