ZUG: Kanton Zug erhält Solarkataster

Mit dem neuen Solarkataster leistet die fördert die Baudirektion erneuerbare Energien. Das Kataster, das unter ZugMap.ch abgerufen werden kann, gibt für jedes Gebäude im Kanton einen ersten Hinweis darauf, ob sich die Dachfläche zur Nutzung der Sonnenenergie eignet.

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Ein Ausschnitt aus dem Solarkataster. Orange Flächen markieren hohe Sonneneinstrahlung. (Bild: pd)

Ein Ausschnitt aus dem Solarkataster. Orange Flächen markieren hohe Sonneneinstrahlung. (Bild: pd)

Das Solarkataster informiert auf einer neuen Web-Adresse. Es liefert einen ersten Hinweis darauf, ob das eigene Hausdach sich für eine Solaranlage eignet. Die Sonneneinstrahlung ist jedoch nur eines von verschiedenen Kriterien für die Eignung.

«Das Solarkataster soll Hauseigentümer dazu motivieren, sich mit den Chancen der Sonnenenergie vertieft auseinanderzusetzen», so Baudirektor Heinz Tännler, «die Beratung durch eine Fachperson kann es aber keinesfalls ersetzen.»

Alle elf Zuger Gemeinden erfasst

Das kantonale Solarkataster basiert auf den Erfahrungen der Stadt Zug, die mit ihrem kommunalen Register Pionierarbeit geleistet hat. Neu sind nun die Gebäude für alle elf Zuger Einwohnergemeinden abrufbar. Unter dem Titel «Energiegewinnung aus der Sonne» hat das Amt für Umweltschutz eine Website mit Informationen zum Solarkataster und zu Sonnenergie aufgeschaltet.

Flachdächer prädestiniert

Flachdächer sind mit über 43 Prozent aller Dachflächen im Kanton Zug besonders häufig anzutreffen. Zudem sind sie für die Nutzung von Sonnenenergie besonders geeignet. Im Kataster erscheinen sie meist in oranger Farbe und weisen damit eine hohe Sonneneinstrahlung auf (siehe Bild).

Bis vor kurzem wurden Photovoltaikmodule auf Flachdächern meist in relativ steilem Winkel nach Süden ausgerichtet. Dank verbesserter Modultechnologie sind eine wesentlich flachere Montage und auch Ost-West-Ausrichtungen möglich. Die Energieerträge werden bei dieser Ausrichtung über eine längere Tageszeit, mit reduzierter Mittagsspitze, verteilt.

Grosses Potenzial

Erneuerbare Stromquellen im Kanton Zug sind rar. Die Sonnenergie weist das bei weitem grösste Potenzial auf, wie die Baudirektion am Dienstag mitteilt. Rund ein Drittel des Strombedarfs des Kantons Zug könnte gemäss Solarkataster mit Photovoltaik auf Zuger Dächern gedeckt werden. Noch wird das Potenzial wenig genutzt. Nur gerade 0.5 % des Strombedarfs wird mit Solarstrom «Zug made» gedeckt. Der Kanton Zug will diesen Anteil durch das Solarkataster erhöhen.

HINWEIS
Mit dem Thema Sonnenenergie befasst sich auch eine Sonderschau «Sonne = Energie» des Kantons Zug und der Gemeinden an der Zuger Messe.