ZUG: Kanton Zug greift Chollerhalle unter die Arme

Der Kanton Zug erhöht die Beiträge für die Chollerhalle für die Jahre 2011 bis 2013. Diese Erhöhung ist aber an Subventionsauflagen geknüpft. Die Gemeinden sollen nun nachziehen.

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Der Jährliche Beitrag des Kantons Zug soll von heute 170'000 auf 230'000 Franken erhöht werden. der Regierungsrat knüpft die höheren Beiträge aber an Auflagen: Er will, dass die Chollerhalle wieder vermehrt Platz für lokales, regionales und experimentelles Schaffen bietet.

Neue Trägerschaft
Zudem wird die IG Kultur Zug, derzeitige Trägerschaft der Chollerhalle, im Frühling 2011 durch eine neue Trägerschaft abgelöst, so dass sie sich wieder auf ihre eigentlichen Kernaufgaben konzentrieren kann: die Kultur-Lobby-Arbeit und den Zuger Kulturkalender. Eine neue künstlerische Leitung der Chollerhalle kann zudem nun auf der Basis der Subventionsvereinbarung und der geregelten finanziellen Lage ausgeschrieben werden.
Der Verein IG Kultur Zug, verantwortlich für den Betrieb der Chollerhalle Zug, ist per Mitte 2009 in finanzielle Bedrängnis geraten. Der Kanton Zug hat in dieser Notfallsituation mit ausserordentlichen Beiträgen reagiert. Eine Erhöhung der jährlichen Betriebsbeiträge wurde in Aussicht gestellt, jedoch mussten dazu Subventionsauflagen formuliert werden.

Einheimische Kulturszene fördern
Die Erhöhung ist an die Einhaltung der Auflagen in der Subventionsvereinbarung geknüpft. Fokussiert wird dabei vorab der umschriebene Auftrag der Chollerhalle mit dem Betrieb einer kulturellen
Aktionshalle, welche in Ergänzung zu den bestehenden Kulturräumen im Kanton Zug wie auch der Zentralschweiz ein Programm mit Fokus auf regionales und experimentelles Kulturschaffen anbietet. Damit unterstützt die Chollerhalle die lokale Kulturszene nachhaltig.

Ball liegt bei den Gemeinden
Nach der Erhöhung des Betriebsbeitrags durch den Kanton sind nun die Gemeinden gefragt: Der Stadtrat von Zug hat einer Erhöhung von 160'000 auf 230'000 Franken – und damit einem Gleichziehen mit dem Kantonsbeitrag – ebenfalls zugestimmt, im Dezember kommt die Vorlage vor den Grossen Gemeinderat. Die Gemeinde Baar will sich nach wie vor bei der Chollerhalle mit Fr. 65'000 Franken massgeblich engagieren. Die Gemeinden Steinhausen, Hünenberg und Risch haben bereits ab 2009 jährliche Beiträge beigesteuert. Es wurde in Aussicht gestellt, dass auch die übrigen Gemeinden nach diesem Vorbild jährliche Beiträge leisten. Nach der Stadt Zug weist die Gemeinde Cham die grösste Besucherzahl aus, auch aus den umliegenden Kantonen findet das Publikum den Weg in die Chollerhalle.

pd/bep