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ZUG: Kantonalbank: Positiver Ausblick trotz rekordtiefer Zinsen

3000 Aktionäre sind zur Generalversammlung der Zuger Kantonalbank in die Bossard-Arena gekommen. Ein Volks­anlass, der es in sich hatte.
Bernard Marks
Gespannt folgten die Aktionäre der Zuger Kantonalbank gestern in der Bossard-Arena den Ausführungen der Bankleitung. (Bild Patrick Hürlimann)

Gespannt folgten die Aktionäre der Zuger Kantonalbank gestern in der Bossard-Arena den Ausführungen der Bankleitung. (Bild Patrick Hürlimann)

Kaum hatte Bankpräsident Bruno Bonati die letzten Worte seiner Abschlussrede gesprochen, wurden in der Bossard-Arena schon die ersten Stühle zusammengeräumt. Rund 3000 Gäste brauchten schliesslich Platz für den anstehenden Apéro. Die 400 Mitarbeiter der Zuger Kantonalbank hatten alle Hände voll zu tun, um den riesigen Saal in der umfunktionierten Zuger Eishockeyhalle frei zu machen. Dazu spielten die Swinging Bankers, die Musikformation der Zuger KB, das bekannte Lied «Mamma Mia» der schwedischen Pop-Gruppe Abba.

Hochkarätige Gästeliste

Die 140. Generalversammlung der Zuger KB war auch in diesem Jahr wieder ein Volksanlass, der in der gesamten Region, ja schweizweit seinesgleichen sucht. Denn die hohe Zahl an zugereisten Aktionären kann sich sehen lassen. Mit 3000 Besuchern rangiert die Generalversammlung der Zuger Kantonalbank unter den grössten Vollversammlungen der ganzen Schweiz.

Entsprechend liessen es sich hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft nicht nehmen, an dem traditionellen Volksanlass teilzunehmen. Bruno Bonati konnte etwa die Zuger Ständeräte Joachim Eder und Peter Hegglin als Gäste begrüssen. Auch der SVP-Nationalrat Thomas Aeschi, Kantonsratspräsident Moritz Schmid, die Zuger Regierungsräte Heinz Tännler, Martin Pfister, Matthias Michel und Stephan Schleiss sowie Regierungsrätin Manuela Weichelt waren unter den Anwesenden.

Tiefe Zinsen sorgen für Erosion

Die Zuger Kantonalbank blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück. «Die tiefen Zinsen sorgen für eine Erosion zwischen aktiven und passiven Zinsen», führte Bonati aus. Diese für die Zuger Kantonalbank so wichtige Zinsmarge habe sich von Jahr zu Jahr reduziert. «In den vergangenen Jahren ist es der Zuger KB gelungen, diesen Rückgang durch ein Wachstum der Ausleihungen weitgehend zu kompensieren», sagte Bonati. Hierbei half die dynamische Entwicklung des Immobilienmarktes. 2016 dürfte sich dieses Wachstum nur leicht abschwächen. «Unter diesen Voraussetzungen sind wir zuversichtlich, dass es uns auch im laufenden Jahr ge­lingen wird, unsere Geschäftsaktivitäten auszubauen.» Ein weiterer Faktor sind die Negativzinsen. Diese hat die Schweizerische Nationalbank auf –0,75 Prozent festgelegt. «Das dürfte uns noch länger begleiten», prognostizierte Bonati. Denn auch die Zuger Kantonalbank muss ab einer bestimmten Freigrenze auf ihrem Guthaben negative Zinsen bezahlen. Im 2015 lag die Zuger KB noch unter dieser Freibetragsgrenze. «Mit aktivem Bilanzmanagement ist es uns gelungen, die negativen Auswirkungen ohne Erhöhung des Zinsänderungsrisikos weitgehend auszugleichen. Wir sind bestrebt, diesen Spielraum auch im laufenden Jahr zu wahren und entsprechend aktiv zu handeln», sagte Bonati.

Eigenkapital gestärkt

Insgesamt konnte Bonati den Aktionären aber erfreuliche Mitteilungen machen. Vor allem die Kennzahlen für das Eigenkapital liessen aufhorchen. «Das erfreuliche Jahresergebnis hat es uns ermöglicht, unser Eigenkapital um 58 illionen Franken auf 1,16 Milliarden Franken zu erhöhen. Eine gesunde Eigenkapitalbasis bildet das Fundament unseres Geschäftes und das Vertrauen der Kunden», sagte Bonati.

Alle Anträge genehmigt

Die Jahresrechnung wurde von der Vollversammlung genehmigt. Die Aktionäre sprachen der Bankleitung ihr Vertrauen aus. Auch die Verwendung des Jahresüberschusses mit einer Dividende von 175 Franken pro Aktie wurde genehmigt. Zudem stimmten die Aktionäre allen weiteren Traktanden zu. Carla Tschümperlin und Bruno Bonati wurden ein weiteres Jahr in den Entschädigungsausschuss gewählt. Als Stimmrechtsvertreterin wurde Gabriela Grimm Zwicky, Rechtsanwältin in Zug, gewählt.

Grusswort vom Kanton

«Wir wollen die Weichen so stellen, dass wir auch in Zukunft eine starke Bank in Zug haben», sagte der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler in seinem Grusswort an die Aktionäre. Dass Zug eine solch starke Kantonalbank hat, sei schliesslich ein Verdienst der Politik der vergangenen Jahre. «Damit dies auch weiterhin so bleibt, ist die heutige Politik gefordert», resümierte Tännler.

Bernard Marks

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