Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZUG: Kantonsrat will Hundehalter an der langen Leine lassen

Weil aus einem nationalen Hundegesetz voraussichtlich nichts wird, hat der Zuger Kantonsrat am Donnerstag ein eigenes Regelwerk in Angriff genommen. Das Resultat ist sehr liberal: Der Kantonsrat setzt auf Eigenverantwortung und will die Hundehalter an der langen Leine lassen.
Der Kantonsrat setzt auf Eigenverantwortung und will die Hundehalter an der langen Leine lassen. (Bild: Keystone / Michael Rüetschi)

Der Kantonsrat setzt auf Eigenverantwortung und will die Hundehalter an der langen Leine lassen. (Bild: Keystone / Michael Rüetschi)

Eine generelle Leinenpflicht, wie sie etwa der Nachbarkanton Schwyz kennt, soll es im Kanton Zug nicht geben. An die Leine sollen die Vierbeiner nur in Naturschutzgebieten, auf Friedhöfen, auf Schulhaus- und Sportplätzen und im öffentlichen Verkehr. Ansonsten sollen sie ihre Freiheit geniessen.

Selbst in der Schonzeit für Jungwild von April bis Juli sollen die Zuger Hunde lediglich "unter direkter Aufsicht auf kurzer Distanz geführt" werden. Hunde dürfen somit voraussichtlich auch im Wald frei laufen, was in anderen Kantonen längst verboten ist.

Eine Mehrheit des Rates fand, dass es ausreiche, wenn die Halter ihre Hunde unter Kontrolle hätten und jederzeit herbeirufen könnten. Die meisten Hundebesitzer würden ihre Vierbeiner ja tadellos führen, deshalb sei eine schärfere Regelung unnötig.

Regierung will keine Rassen verbieten

In Stein gemeisselt sind diese Freiheiten aber noch nicht. Aus Zeitgründen wurde die Debatte abgebrochen und mehrere wichtige Punkte auf die nächste Sitzung Ende August verschoben.

So etwa das Thema Listenhunde. Gemäss Vorlage der Regierung soll im Kanton Zug keine Rasse verboten werden. Der Regierungsrat will aber die Berechtigung erhalten, eine Rasse zu verbieten, falls es zu einem schwerwiegenden Vorfall kommen sollte.

Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Zug 86 Beissvorfälle registriert. 4200 Hunde sind registriert.

Busse für liegengelassene Häufchen

Ebenfalls in der nächsten Sitzung diskutiert wird die 100-Franken-Busse für liegengelassene Häufchen. Dort dürfte sich der Zuger Kantonsrat für einmal wenig liberal zeigen: Diese Strafe für fehlbare Hundebesitzer dürfte unbestritten sein.

Momentan herrscht im Kanton Zug ein Flickenteppich von Hundereglementen, die von den Gemeinden erlassen wurden. Sechs von elf Gemeinden haben sich ein eigenes Regelwerk verpasst. Bei langen Spaziergängen kommen die Hundehalter somit in die Situation, dass sich auf der Strecke mehrmals die Regeln ändern. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.