ZUG: Kantonsrat will nur noch Verwaltungsrichter mit Jus-Studium

Wer im Kanton Zug Verwaltungsrichter oder Verwaltungsrichterin werden will, muss künftig gewisse Mindestanforderungen erfüllen: Hauptamtliche Richter sollen künftig ein Jus-Studium vorweisen. Der Kantonsrat hat am Donnerstag eine CVP-Motion mit 51 zu 18 Stimmen unterstützt.

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Ein Blick in den Zuger Kantonsrat am 26. Januar 2017. (Bild: Charly Keiser / ZZ)

Ein Blick in den Zuger Kantonsrat am 26. Januar 2017. (Bild: Charly Keiser / ZZ)

Das Verwaltungsgericht war einverstanden mit dem Vorstoss und wird nun eine Vorlage ausarbeiten, in der die Wählbarkeitsvoraussetzungen genau definiert werden. Voraussichtlich sind für einen vollamtlichen Richter künftig ein Jus-Studium und fünf Jahre Berufserfahrung nötig.

Die bisherige Regelung verlangte nur, dass die Kandidierenden Schweizer Bürger sind, die das 18. Altersjahr erreicht haben und ihren Wohnsitz im Kanton Zug haben. Wählbarkeitsvoraussetzungen gab es bisher nur für die Richter des Kantons- und Obergerichtes.

Studentin ins Rennen geschickt

Auslöser für den CVP-Vorstoss war die Richterwahl vom vergangenen Jahr. Für die Nachfolge eines langjährigen Richters stellte die CVP Aldo Elsener auf. Der damalige Generalsekretär des Verwaltungsgerichtes konnte jedoch nicht in stiller Wahl gewählt werden, weil die Piraten die Kommunikationsstudentin Biljana Lukic ins Rennen schickten. Ihre Kandidatur war chancenlos.

 

sda