ZUG: Kantonsrat will Wahlsystem nachbessern

Im Kanton Zug soll am Wahlsystem erneut eine Änderung vorgenommen werden: Eine Mehrheit des Kantonsparlaments hat am Donnerstag einen CVP-Vorstoss unterstützt, der verlangt, dass Kantonsrats-Kandidierende nur noch für jenen Wahlkreis antreten dürfen, in dem sie auch wohnen.

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Die Motion wurde mit 49 zu 14 Stimmen überwiesen. Die CVP reichte den Vorstoss ein, weil bei den Wahlen von Anfang Oktober einige Kandidierende nicht für jene Gemeinde antraten, in der sie auch stimmberechtigt sind.

Grund dafür war der Doppelte Pukelsheim, der bei diesen Wahlen erstmals angewendet wurde. Damit die Parteien ihr Potenzial ausnutzen können, müssen sie bei diesem System möglichst in allen Wahlkreisen antreten. Vor allem kleine Parteien hatten aber Mühe, in allen Gemeinden genügend Kandidierende zu finden.

In einem Fall hatte denn auch eine «Ortsfremde» Erfolg: In Baar wurde mit Nicole Imfeld (GLP) eine Stadtzugerin gewählt. Für die CVP und eine Mehrheit des Rates widerspricht dies der politischen Logik. Gegen die Überweisung des Vorstosses stimmten GLP, Alternative - die Grünen und ein Teil der SP.

(sda)