ZUG: Keine generelle Leinenpflicht für Hunde

Ein einheitliches Hundegesetz soll im Kanton Zug die unterschiedlichen kommunalen Regelungen ersetzen. Dabei verzichtet der Regierungsrat auf eine generelle Leinenpflicht als auch auf ein Verbot von gefährlichen Hunderassen.

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Ob Hunde an der Leine geführt werden, soll in der Verantwortung des Hundehalters liegen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ob Hunde an der Leine geführt werden, soll in der Verantwortung des Hundehalters liegen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Hundegesetz soll im Kanton Zug den unterschiedlichen Ansprüchen der Hunde, der Hundehalter, der Menschen ohne Hunde, der Wildtiere, der Landwirtschaft und der schützenswerten Natur bestmöglich und ausgewogen Rechnung tragen. Der Regierungsrat übergibt den nach der Vernehmlassung überarbeiteten Gesetzesentwurf dem Kantonsrat zur Beratung, wie die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug am Dienstag mitteilte..

Regierung setzt auf Eigenverantwortung

Im Mittelpunkt des neuen Hundegesetzes steht die Eigenverantwortung der Hundehalter. Wichtig ist, dass sie ihre Hunde unter Kontrolle führen und jederzeit herbeirufen können, wenn die Hunde beispielsweise Kindern, anderen Hunden, Läufern oder Velofahrern begegnen. Ob sie den Hund anleinen, liegt in der Verantwortung der Hundehalter, die den Charakter ihres Tieres kennen und einen entsprechenden Sachkundenachweis-Kurs absolvieren müssen.

Wer Hundekot liegen lässt wird gebüsst

Auf ein Verbot bestimmter Rassen verzichtet der Regierungsrat aber. Verletzt ein Hundehalter die Aufsichtspflicht, soll sie oder er mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft werden können. Gleiches gilt für das Liegenlassen von Hundekot.

Das kantonale Hundegesetz entspricht laut Regierungsrat einem Anliegen der Gemeinden. Es schafft die gleichen Voraussetzungen im ganzen Kantonsgebiet. Die heute unbefriedigende Situation mit mehreren voneinander abweichenden kommunalen Regelungen zur Hundehaltung wird behoben. In einer Bevölkerungsumfrage im Sommer 2013 haben sich 86 Prozent der Zuger für die Schaffung einer kantonalen Regelung ausgesprochen.

pd/zim