ZUG: Kinder und Jugendliche kreativ und konzentriert

Das K’werk hat sich im alten Kantonsspital an der Artherstrasse eingerichtet. In einem beschaulichen Rahmen wurden die im letzten Semester erarbeiteten Werke der Kinder und Jugendlichen öffentlich ausgestellt.

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Joel Weis (rechts) zeigt zusammen mit Schwester Sophie einen aus einem Segel gemachten Luftsack. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Januar 2017))

Joel Weis (rechts) zeigt zusammen mit Schwester Sophie einen aus einem Segel gemachten Luftsack. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Januar 2017))

Bereits seit sechs Jahren werden in Kleingruppen diverse Workshops im Bereich Gestaltung angeboten. Wöchentlich treffen sich die Kinder und Jugendlichen. Zusammen widmen sie sich in diesen Stunden ihren Arbeiten und lernen dabei, sich gestalterisch auszudrücken. Die Kinder und Jugendlichen verfügen über Eigeninitiative und animieren begeistert auch ihre Freunde dazu vorbeizuschauen. Die Workshops sind gut besucht – Knaben und Mädchen sind gleich angetan vom Projekt. Matteo Zorzenone meint begeistert: «Basteln war immer schon ein Hobby von mir, hier habe ich die Möglichkeit, mich zusätzlich gestalterisch zu vertiefen.»

Den eigenen Ausdruck finden

Im vergangenen Semester fanden acht verschiedene Workshops statt. So konnten sich die Teilnehmer vertieft mit der Materie auseinandersetzen und kreativ austoben. Im Textatelier wurden Windobjekte aus Segelstoff hergestellt, und im Workshop Fotografie wurden Objekte aus verschiedenen Perspektiven fotografiert und so das Auge geschult. Definitiv ein Highlight sind auch die verschiedenen Trickfilme, die entstanden sind. Zwölf Stunden Bearbeitung und Nachproduktion für eine Minute bewegtes Bildmaterial – Freude und Einsatz stimmen. Barbara Windholz ist verständlicherweise begeistert: «Die Stimmung untereinander ist toll. Es wird konzentriert und vertieft gearbeitet – die Kinder gehen in ihrer Arbeit richtig auf und finden hier die dafür nötige Zeit.» Weiter fügt die Schulleiterin von K’werk Zug an: «In der sich schnell verändernden Gesellschaft und Bilderflut kann es für junge Leute schwierig sein, sich zurechtzufinden – bei uns können sie kontinuierlich daran herangeführt werden und lernen, dass ihre persönlichen Ideen wertvoll sind.»

Schweizweites Projekt

K’werk Zug ist eine von momentan sechs Bildschulen in der Schweiz, die eng miteinander vernetzt sind und rasant wachsen.

Vor einem guten halben Jahr erschien ein Lese- und Bilderbuch über die Bildschulen in der Schweiz: «Bauplatz Kreativität» bietet interessante Einblicke in die vielfältigen Angebote der Bildschulen und macht den Leitgedanken – ästhetische Bildung von klein auf verbunden mit Spass – deutlich.

 

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch