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ZUG: Kindern Informatik näherbringen

Die Freizeitanlage Loreto bot erstmals einen Programmierkurs für Kinder der vierten bis sechsten Klasse an. Neben den Grundlagen der Informatik lernen sie auch, sicher im Internet unterwegs zu sein.
Chantal Gisler
Aline Trevisan, Ty Wyss und Marc Stadler (von links) erlernen spielerisch das Programmieren von Robotern. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. April 2017))

Aline Trevisan, Ty Wyss und Marc Stadler (von links) erlernen spielerisch das Programmieren von Robotern. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. April 2017))

Chantal Gisler

chantal.gisler@zugerzeitung.ch

«So, Kinder, lasst uns eine Pause machen!», verkündet Kursleiterin Patricia Parolini. Dieser Satz, bei dem Kinder normalerweise aufspringen und davonrennen, sorgt im Zimmer der Freizeitanlage Loreto beinahe für Unmut: «Aber wir haben das Problem fast gelöst. Dürfen wir noch etwas dar­an weiterarbeiten?», fragen die fünf Kinder. Parolini lacht. «Das geht schon die ganze Woche so. Ich muss sie beinahe aus dem Zimmer werfen, weil sie keine Pause machen wollen, sondern weiterarbeiten möchten.»

Doch welcher Kurs bringt Kinder dazu, keine Pause machen zu wollen? Das Loreto bietet Kurse zu allen möglichen Themen an. Während dieser ­Ferien fand zum ersten Mal der Game-Design-Kurs statt. Dabei lernen Kinder der vierten bis sechsten Klasse spielerisch die Grundlagen der Informatik, programmieren eigene Spiele und bringen kleinen tabletgesteuerten Robotern bei, durch ein Labyrinth zu gelangen. Die Infrastruktur für den Kurs wurde von der Computerschule Codillion bereitgestellt. «Heutzutage haben Kinder so viel Kontakt mit dem Internet und der Technik, dass sie gar nicht darüber nachdenken, was dahintersteckt», erklärt Christof Theiler, Geschäftsführer der Freizeitanlage Loreto. «Mit diesem Kurs möchten wir ihnen ebendies zeigen und sie dazu anregen, gedanklich noch einen Schritt weiter zu gehen und kreativ zu werden. Ausserdem soll ihnen so auch gezeigt werden, dass sie Dinge, die sie zunächst als selbstverständlich erachten, hinterfragen.» Die Kursleiterin fügt an: «Wir hätten nie gedacht, dass die Kinder sich so dafür begeistern würden.» Die Kurskosten belaufen sich dabei auf 300 Franken für vier Halb­tage. «Wir versuchen unsere Kurse so günstig, aber qualitativ so hoch wie möglich zu halten», erläutert Theiler.

Hintergrundwissen für Sicherheit im Netz

Mit den beiden Programmen CS First und Blocki lernen die Kinder spielerisch die Grundlagen des Programmierens. In Videos werden ihnen die einzelnen Schritte gezeigt. Anschliessend können sie dieses Wissen in ihrem Programm anwenden und eigene Spiele wie Labyrinthe oder Rennspiele gestalten. «Das meiste ist hierbei auf Englisch, daher ist der Kurs ab der vierten Klasse», erklärt der Geschäftsführer.

Informatikerin Patricia Parolini unterstützt die Kinder dabei und hilft ihnen bei Problemen. Kurse wie diese sollte es ihrer Ansicht nach vermehrt geben: «Es ist notwendig, dass Kinder lernen, was hinter den Computern und dem Internet steckt. Denn nur so können sie mögliche Gefahren erkennen, und nur so kann man diese Verantwortung erlernen.» Daher ist auch der sichere Umgang im Internet ein Thema des Kurses. «Gestern haben wir ihnen gezeigt, wie sie ein sicheres Passwort kreieren können», erzählt Theiler. «Und ganz zu Beginn haben wir ihnen gezeigt, wie ein Computer funktioniert. In einem Spiel haben sie einzel- ne Softwareteile nachgeahmt und dann deren Funktion dargestellt. Weiter haben wir noch einen Computer auseinandergeschraubt und ihnen so gezeigt, wie alles zusammenhängt.» Er dreht sich zum Tisch, wo die Laptops der Kinder stehen. «Aline», lacht er, «willst du wirklich keine Pause machen?» Das Mädchen schüttelt den Kopf. «Ich mag das Programmieren, es macht mir Spass.» Einen Kritikpunkt hat sie jedoch: «Es ist schade, dass kein anderes Mädchen gekommen ist. Hoffentlich kommen meine Freundinnen auch, wenn der Kurs das nächste Mal stattfindet.» Sie selbst will auf jeden Fall wieder dabei sein.

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