ZUG: «Kirschtortenplatz» kann nun angefochten werden

Der Stadtrat wird seinen Beschluss, eine Fläche in der Nähe des Bahnhofs nach einer bekannten Zuger Spezialität zu benennen, im Amtsblatt publizieren. Damit kann Einsprache gegen den Kirschtortenplatz erhoben werden.

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Der Zuger Kirschtortenplatz (Bild) wird womöglich nie so heissen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Zuger Kirschtortenplatz (Bild) wird womöglich nie so heissen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Publikation im Amtsblatt erfolge auf ein Gesuch eines Anwohners hin, der forderte, die Neubenennung der Alpen- und Gotthardstrasse in Kirschtortenplatz sei auszuschreiben. Der Stadtrat habe das Gesuch diese Woche gutgeheissen, teilt die Stadt Zug am Donnerstag mit.

Der Stadtrat stütze sich dabei auf das neue Geoinformationsgesetz, heisst es weiter. Dieses sagt, dass die Exekutive Quartier- und Flurnamen festlegen darf, dass aber dagegen auch Einsprache erhoben werden kann. Der neuen Stossrichtung des Gesetzes folgend, werde der Stadtrat die Neubenennung in einer der nächsten Ausgabe des Amtsblatts publizieren und eine Einsprachefrist festsetzen.

Die Neubenennung des Platzes hat der Stadtrat im vergangenen Jahr beschlossen und ist damit auf einigen Widerstand gestossen.

Mit der Umbenennung folgt der Stadtrat einem Wunsch der Zuger Bäcker und Konditoren, die das lokale Kulturgut in der Öffentlichkeit stärken wollen.

pd/uus

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Zug soll einen «Kirschtortenplatz» bekommen. Der Stadtrat will den Zuger Bäckern damit einen Gefallen tun — Kritiker befürchten jedoch, dass bald jede Marke in Zug ihre eigene Strasse erhält. Und was meinen Sie? Geben Sie gleich unten im Kommentarfeld Ihre Meinung ab.