ZUG: Kontroverse um die Flugshow am Schwing- und Älplerfest

Die Jungfreisinnigen des Kantons möchten, dass am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 eine Flugshow gezeigt wird. Sie werfen der Jungen Alternative vor, aus einem Unfall politisches Kapital schlagen zu wollen.

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Vorführung der Patrouille Suisse 2013 über dem Flugplatz Emmen. (Bild Roger Grütter)

Vorführung der Patrouille Suisse 2013 über dem Flugplatz Emmen. (Bild Roger Grütter)

Zwar findet das nächste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) erst 2019 statt. Das vom 23. bis 25. August 2019 in Zug stattfindende Fest sorgt aber bereits jetzt unter Jungparteien für Kontroversen. Die Junge Alternative fordert nämlich, 2019 aus Sicherheitsgründen auf eine Flugshow während des Esaf zu verzichten. Die Junge Alternative des Kantons Zug nimmt dabei Bezug auf einen Vorfall, der sich während der Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz ereignete. Dort wurde das Tragseil einer Fernsehkamera während einer Flugshow von einer Maschine einer Armeeflugstaffel heruntergerissen. Die am Seil befestigte Kamera stürzte darauf in den Zielraum. Verletzt wurde niemand, es entstand aber beträchtlicher Sachschaden.

Die Jungfreisinnigen des Kantons Zug werfen nun der Jungen Alternative in einer Mitteilung vor, dass es den Anschein mache, «als möchte die Junge Alternative Werbung in eigener Sache auf Kosten eines Unglücks machen», schreibt der Präsident der Jungfreisinnigen des Kantons Zug, Gian Brun, in einer Mitteilung. Der Unfall sei nicht zu verharmlosen, eine genaue Prüfung und, daraus abgeleitet, allfällige Optimierungen der Sicherheit werden verlangt, so Brun.

Keine Programmdetails bekannt

Ob am Esaf 2019 eine Flugshow stattfinden wird, war bislang im OK kein Thema, wie OK-Präsident Heinz Tännler am Mittwoch in unserer Zeitung erklärte. Allerdings: Würde eine solche Flugshow Aufnahme ins Esaf-Rahmenprogramm finden, stünde laut Tännler die Sicherheit an oberster Stelle. So könnte eine Flugshow relativ risikofrei über dem See stattfinden.

Diesen Ball spielen die Jungfreisinnigen an Tännler zurück. Sie freuen sich gemäss Mitteilung darauf, wenn Tännler «diesen Steilpass annimmt und sich für eine risikofreie Flugshow einsetzt». Die Jungfreisinnigen des Kantons Zug freuen sich auch auf ein «für den Kanton Zug einmaliges Spektakel, welches hoffentlich mit einer Flugshow gekrönt wird».

Flugshow hat nicht oberste Priorität

Leichte Hoffnung, dass das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug ohne Flugshow durchgeführt wird, kann sich die Junge Alternative machen. Sie hatte von den Organisatoren des Schwingfests ein klares Bekenntnis «zu einem Schwingfest ohne gefährliche Flugschau» gefordert. Ein klares Bekenntnis ist die Aussage des OK-Präsidenten zwar nicht, aber das Thema ist im Organisationskomitee angekommen. Wie OK-Präsident Heinz Tännler gegenüber unserer Zeitung ausführte, sei für ihn «eine Flugshow nicht von vornherein ausgeschlossen», aber sie «hat nicht oberste Priorität». (haz)