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ZUG: Korporation unterstützt Esaf 2019

Die Stadtzuger Korporationsbürger haben an der Budget-Gemeindeversammlung zahlreichen Kreditvorlagen zugestimmt. Davon profitiert auch das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019.
Charly Keiser
Die Korporation Zug renoviert ihr Pulverhüsli – auch im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019. (Bild: Stefan Kaiser (29. Dezember 2017))

Die Korporation Zug renoviert ihr Pulverhüsli – auch im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019. (Bild: Stefan Kaiser (29. Dezember 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

«De Cheiser isch heiser», empfing Korporationspräsident Urban Keiser die 201 stimmberechtigten Bürger zur Budgetgemeindeversammlung im Burgbachsaal in Zug.

Seine Stimme litt in der Folge vor allem beim Traktandum um den Kredit von 650000 Franken rund um das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf). Darin enthalten ist bekanntlich die Sanierung des Pulverhüslis, die 350000 Franken kosten wird, sowie das Sponsoring für den zweiten Lebendpreis von 50000 Franken für das Esaf im Jahr 2019.

Toi-Toi-Kabinen statt Toiletten

Zwei Bürger stellten nämlich den Antrag, den besagten Kredit abzulehnen. Der Erste sprach von einem «Baum-Massaker» in Zug West und verlangte, dass die Korporation statt eines Lebendpreises ein Umweltpreis spenden solle. «Wir können ja dem Schwinger eine Wärmepumpe schenken», sagte er. Statt das Pulverhüsli mit Toiletten auszustatten, könnten Toi-Toi-Kabinen aufgestellt werden, schlug er zudem vor und monierte: «Früher waren Schwinger noch geschickt, da sie ihren Sport trotz Unebenheiten ausüben konnten und ihnen dank Bäumen der Schnauf nicht ausging.»

Keiser konterte mit heiserer Stimme: «Es machte uns auch keine Freude, dass dreizehn Bäume für den Esaf-Festplatz gefällt werden mussten.» Doch erstens würden diese ersetzt und zweitens sei das Land nach dessen Nivellierung und Sanierung und dank der neuen Drainage für die Landwirtschaft besser als je zuvor. Ausserdem sei die Sanierung des Pulverhüslis und insbesondere dessen Anschluss an Wasser, Abwasser und Strom dank höheren Mieterträgen innert wenigen Jahren amortisiert.

«Wir haben noch viele andere Projekte»

Das Pulverhüsli befinde sich in der Wohnzone W4 und darum mache es doch keinen Sinn, dieses zu sanieren, argumentierte der zweite Bürger. Keiser gab zu bedenken, dass noch viele Jahre verstreichen würden, bis dort überhaupt nur schon ans Bauen gedacht werden könne. «Wir haben noch viele andere Projekte, die vorher realisiert werden sollen.» Zudem könnte das Pulverhüsli dereinst trotz der Zone W4 zum Beispiel als Quartiertreffpunkt erhalten bleiben.

Nur je vier Stimmbürger stellten sich letztlich gegen den Lebendpreis und gegen den Kreditantrag des Verwaltungsrats. Und die Bürger lauschten am Schluss der Versammlung gespannt den Worten und Bildern von Esaf-Geschäftsführer Thomas Huwyler zum «Jahrhundert-Anlass» in der Herti, bevor zum Apéro geladen wurde.

Viele Unbestrittene Kreditvorlagen

Wie im Vorfeld erwartet worden war, waren weder das Protokoll vom 19. Juni 2017 noch das Budget 2018 bei den Genossen umstritten. Beides wurde einstimmig genehmigt. Auch dem Kauf von vier Waldparzellen im Ennetsee in der Grösse von total 16480 Quadratmeter stimmten die Korporationsbürger einstimmig zu. Der Erhöhung des Projektkredits für den Bebauungsplan Schleife Nord/Unterfeld von 110000 und 200000 Franken stimmte die Versammlung grossmehrheitlich zu. Einstimmigkeit herrschte bei der Erhöhung des Projektkredits für den Bebauungsplan Hertizentrum von 150000 Franken. Und auch der Projektierungskredit für den Umbau und die Sanierung der Alterswohnungen im Hertizentrum von 800000 Franken stimmte die Versammlung ohne Gegenstimme zu.

Für den nach 15 Jahren aus der Rechnungsprüfungskommission zurückgetretenen Othmar Keiser wählte die Versammlung Christoph Iten als Nachfolger – notabene ebenfalls einstimmig.

Die Frage nach den Sturmschäden im Korporationswald durch Orkan Burglind konnte Urban Keiser «positiv» beantworten: «Die Baumwürfe entsprechen nicht ganz der Hälfte unseres jährlichen Holzbedarfs. Wir können die Sturmwürfe gut in unsere Holzplanung aufnehmen.»

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