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ZUG: Kreativität mit Bodenhaftung

An einer Werkschau zeigen die Absolventen der Höheren Fachschule für Technik und Gestaltung (HFTG) ihre Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit. Eine Berufsgruppe ist dabei prominent vertreten.
Hansruedi Hürlimann
Adrian Duner mit dem Projekt Riha 11, einem Innenausbau eines Dreifamilienhauses. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 23. Juni 2017))

Adrian Duner mit dem Projekt Riha 11, einem Innenausbau eines Dreifamilienhauses. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 23. Juni 2017))

Hansruedi Hürlimann

redaktion@zugerzeitung.ch

«Wir zeigen repräsentative Arbeiten, die Teil der Diplomprüfung sind», sagte Andreja Torriani, Leiter der HFTG, an der gut besuchten Vernissage in der Shedhalle. Arbeiten, welche die Vielfalt der an der GIBZ beheimateten Abteilungen widerspiegeln. Neben der Freude am Experiment ist der Unterricht an der Fachhochschule vor allem praxisbezogen und orientiert sich am aktuellen Wissensstand.

So wie die Diplomarbeit von Adrian Duner, der als Möbelschreiner zur grössten Gruppe der Absolventen gehört. In Zusammenarbeit mit dem Architekten und den zukünftigen ­Bewohnern designte er den Innenausbau eines neuen Dreifamilienhauses. Seine Arbeit umfasst eindrück­liche Visualisierungen der Inneneinrichtung der einzelnen Räume, eine detaillierte Beschreibung sowie Muster von aus­gewählten Materialien. Als etwas vom Spannendsten bezeichnete er die Veränderungen, die alle Beteiligten im Verlaufe der Planung durchgemacht hätten.

Knitterfreier Hemdentransport

Marlen Bleiker, Studentin Gestaltung, verbindet mit ihrer Arbeit Tradition und Moderne. Dafür hat die Möbelschreinerin aus dem Toggenburg ein typisches Möbelstück aus ihrer engeren Heimat nachgebaut, das sie mit modernen, aber nicht sichtbaren Beschlägen bedienungsfreundlich gestaltet. Hinzu kommen bekannte Motive wie die «Chüeli», die sie wie Mosaike ins unbehandelte Tannenholz meisselt. David Debrunner ist mit dem Prototyp eines Kleiderschranks vor Ort, der sich auch in beengten Räumen platzieren lässt und dessen Innenleben den Kundenwünschen angepasst werden kann.

Eine «Erfindung» der besonderen Art stammt von Rachel Jung. Die Zuger Designerin hat einen stabilen Zylinder kreiert, der einen knitterfreien Transport von Herrenhemden ermöglicht, insbesondere auf dem Velo.

Die Zusammenarbeit im Team ist zentral

Der Ausstellungsraum ist auch ein idealer Ort, wo die Absolventen ihre Arbeit den Dozenten zur Bewertung präsentieren können. Die Fähigkeit, potenzielle Kunden vom eigenen Produkt zu überzeugen, gehört ebenfalls zur Ausbildung, denn die Erzeugnisse sollen letztlich markttauglich sein. Laut Andreja Torriani ist die HFTG «Bildungsstätte, Manufaktur und Labor zugleich». Dabei stehe die Verbindung von Form und Funktion im Zentrum mit einem hohen Anspruch im konstruktiven und ästhetischen Bereich. Solchen Ansprüchen sei nur mit Teamarbeit zu genügen, sagte Torriani, sei es innerhalb des Studienganges oder in Zusammenarbeit mit externen Partnern. Eine sehr schön gestaltete Dokumentation, welche den Besuchern gratis abgegeben wurde, illustriert die Philosophie der einzelnen Lehrgänge vortrefflich.

Hinweis

Die Werkschau ist wie folgt zugänglich: Samstag und Sonntag, 24./25. Juni, von 10 bis 18 Uhr und Montag bis Donnerstag, 26. bis 29. Juni, von 9 bis 18 Uhr in der Shedhalle, Hofstrasse 15 in Zug.

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