Zug: Läderach eröffnet im Metalli-Zentrum einen Standort

Die Stadt Zug wird noch süsser: Mitte August eröffnet die Glarner Schokoladenfirma eine Filiale.

Andreas Faessler
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Das neue Geschäft wird zurzeit eingerichtet und soll per 16. August eröffnen. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 8. August 2019)

Das neue Geschäft wird zurzeit eingerichtet und soll per 16. August eröffnen. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 8. August 2019)

Im Ecklokal neben den Rolltreppen mitten im Zentrum Metalli ist man fleissig mit Einrichten zugange. Der prominente Standort ist frei geworden, nachdem die Bijouterie von Bruno Iten per 1. Juni ihre Türen geschlossen hatte. Die Transparente in den Schaufenstern verraten, wer oder was auf den Schmuck- und Uhrenladen folgt: «Frische Glarner Schoggi Berge» wird es hier bald geben – der bekannte Chocolatier Läderach aus Ennenda GL eröffnet in Zug seine erste Filiale; per 16. August, wie man auf Anfrage Auskunft gibt. Der 1962 gegründete Schokoladenhersteller hat im Laufe der Jahrzehnte fleissig expandiert, mit innovativen Erfindungen im Confiserie-Bereich und namhaften Auszeichnungen von sich reden gemacht und unterhält heute rund 60 Chocolaterien und Verkaufsstandorte in der Schweiz und in Deutschland.

Mit zwei Filialen in der Stadt Luzern sowie einer in der Mall of Switzerland in Ebikon ist das Glarner Unternehmen derzeit mit drei Standorten in der Zentralschweiz vertreten – Zug wird somit der vierte. Geplant sei dies schon seit längerem gewesen, wie Angela Vassella, Medienverantwortliche bei Läderach, sagt. Man habe sich aber bewusst Zeit gelassen, bis sich der geeignete Standort anbietet, und zwar explizit im Metalli-Zentrum. «Für uns war immer klar, dass wir in Zug nur in die Einkaufs-Allee wollen», so Angela Vassella. «Aus diesem Grund haben wir keine weiteren Lokale in Zug in Betracht gezogen.» Die Geschäftsaufgabe der Bijouterie kam dem Chocolatier also wie gerufen. Nun könne man die Kundschaft aus der Zentralschweiz auch von Zug aus bedienen – und zwar mit dem vollständigen Sortiment. Das Filialnetz wird also dichter. Gemäss Mediensprecherin ist in der Zentralschweiz vorläufig kein weiterer Läderach-Standort geplant.

Konkurrenz für bestehendes Gewerbe?

Das Sortiment der Glarner Firma umfasst alles Erdenkliche mit und rund um Schokolade von Frisch-Schokolade in allen Variationen über Konfekt, Pralinen und Truffes bis hin zu limitierten Sondereditionen. Eine durch und durch süsse Angelegenheit.

Doch ist es ja keineswegs so, dass es in Zug an Süssem mangeln würde: Allein mit den einheimischen Confiserien und der Sprüngli-Filiale wird hier schon reichlich davon verarbeitet und vertrieben. Dem Kerngeschäft von Läderach aber noch viel näher steht Aeschbach Chocolatier mit Hauptsitz in Root LU und je einem Standort in Steinhausen und an der Zuger Bahnhofstrasse. Letztere existiert hier bereits seit 30 Jahren – im kommenden Oktober wird Jubiläum gefeiert. Aber sieht der bisher einzige reine Chocolatier der Stadt sein Geschäft durch den Zuzug von Läderach konkurrenziert? Geschäftsführer Markus Aeschbach verneint. «Wir sehen Läderachs Markteintritt in Zug eher als Ergänzung, denn als Konkurrenz. Dies vor allem deshalb, weil wir von unserem Angebot her mit einer grossen Auswahl an individuellen und saisonal wechselnden Geschenken eine etwas andere Philosophie als die Firma Läderach verfolgen.»

Natürlich werfe jeder Baum Schatten, fügt Aeschbach an. Aber nach 30 Jahren an der Bahnhofstrasse und der familiären sowie gesellschaftlichen Verankerung in Zug könne Aeschbach auch dank der sehr beliebten regionalen Spezialitäten auf eine treue Stammkundschaft zählen.