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ZUG: Landis+Gyr dank Sondereffekten mit schwarzen Zahlen im Halbjahr

Bei Landis+Gyr stehen die Zeichen auf Wachstum. Das Messtechnik-Unternehmen hat im ersten Halbjahr sowohl den Umsatz wie den Gewinn gesteigert. Beim Gewinn hat das wieder eigenständige Traditionsunternehmen jedoch von Sondereffeken profitiert.
Ein Blick in die Produktion von hochpräzisen Stromzählern bei Landis+Gyr, dem Schweizer Unternehmen für Energiemanagement und Messtechniken. (Bild: Keystone)

Ein Blick in die Produktion von hochpräzisen Stromzählern bei Landis+Gyr, dem Schweizer Unternehmen für Energiemanagement und Messtechniken. (Bild: Keystone)

Landis+Gyr weist für den Zeitraum von April bis September einen Gewinn von 5,1 Millionen Dollar aus, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahrs ist das eine deutliche Steigerung. Damals hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 13 Millionen Franken geschrieben.

Die neuerdings wieder schwarzen Zahlen sind jedoch nicht auf eine geschäftliche Verbesserung zurückzuführen. Den Gewinn haben vor allem Sonderfaktoren geprägt. So verbuchte Landis+Gyr diesmal positive Währungseffekte aus internen Darlehen und eine Steuergutschrift im Gesamtumfang von insgesamt 14,2 Millionen Dollar. Im Vorjahr schlugen diese zwei Posten mit einem Minus von 26,7 Millionen Dollar zu Buche.

Sondereinflüsse prägen auch den Betriebsgewinn. Im Halbjahresbericht weist Landis+Gyr einen Betriebsverlust (EBIT) von 5,5 Millionen Dollar aus nach einem Betriebsgewinn von 19,3 Millionen Dollar in der Vorjahresperiode. Alle Sonderfaktoren herausgerechnet meldet das Messtechnik-Unternehmen jedoch eine Steigerung des Betriebsgewinns. So sei der Gewinn ohne Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 13 Prozent auf 108,8 Millionen Dollar gewachsen.

Teure Garantieleistungen

Darin nicht mehr enthalten sind Restrukturierungskosten, Kosten für den Börsengang und Aufwendungen für Garantieleistungen im Gesamtumfang von 65,6 Millionen Franken. Landis+Gyr schreibt zu den Garantiefällen, dass diese Kosten angefallen seien wegen Qualitätsproblemen beim X2 Kondensator und fehlerhaften Komponenten in der Geschäftsregion Amerika.

Die Region Amerika hat jedoch wie schon im Vorjahr um diese Sonderkosten bereinigt als einzige Region das Halbjahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Americas erzielte einen bereinigten Betriebsgewinn von 105,9 Millionen Dollar. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sowie die Region Asia-Pacific haben auf dieser Stufe mit 1,6 sowie 5,5 Millionen Dollar etwas geringere Verluste als in der Vorjahresperiode geschrieben.

Beim Umsatz dagegen meldete der Produzent von Stromzählern in allen Regionen Fortschritte. Americas hat die Verkäufe um 6 Prozent auf 475,2 Millionen Dollar gesteigert, EMEA um 17 Prozent auf 320,7 Millionen Dollar und Asia-Pacific um 10,5 Prozent auf 69,7 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr erwartet Landis+Gyr einen etwas höheren Umsatz als noch beim Börsengang angenommen. Der bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA wird bestätigt. Die Dividende des Geschäftsjahres 2017 wird dem Gegenwert von mindestens 70 Millionen Dollar in Schweizer Franken entsprechen.

Das Zuger Unternehmen war Ende Juli in der Schweiz an die Börse gegangen. Mit dem Börsengang hatten sich die bisherigen Besitzer, Toshiba (60 Prozent des Aktienkapitals) und die japanische Beteiligungsgesellschaft INCJ (40 Prozent) vollständig von dem Unternehmen mit Sitz in Zug getrennt.


sda

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