Zug Map ist auf dem neuesten Stand

Das Amt für Grundbuch und Geoinformation lanciert die neue Version von «ZugMap.ch» mit integriertem ÖREB-Kataster. Von der modernen Technik profitiert nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Bevölkerung.

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Screenshot des neuen ZugMap.ch

Screenshot des neuen ZugMap.ch

(haz) Zug Map ist der öffentliche Geodatenviewer zur Darstellung von Geodaten der kommunalen und kantonalen Verwaltungen des Kantons Zug. Die erste Version ging gemäss Medienmitteilung der kantonalen Direktion des Innern 2004 online, die zweite folgte 2009 und die letzte Version ist aus dem Jahre 2012. Das kantonale Web GIS ist jetzt mit einer neuen Technologie ausgerüstet und wurde auf den neusten Standard gebracht.

Internationalem Standard entsprechend

Das kantonale Web GIS vereint Geoinformationen aus verschiedenen Quellen in einem zentralen Portal. Durch den einfachen Zugang und die intuitive Handhabung erhalten die Verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger und private Unternehmen via Internetbrowser Zugriff auf aktuelle Behördendaten mit Raumbezug. «ZugMap.ch ist ein hervorragendes Beispiel für die fortschreitende Digitalisierung innerhalb der kantonalen Verwaltung», lässt sich Markus Hess, Leiter Amt für Grundbuch und Geoinformation (AGG) in der Medienmitteilung zitieren. «Die Systemarchitektur ist modern und entspricht internationalen Standards», ergänzt Dominic Müller, Leiter Abteilung Geoinformation. Rund drei Jahre lang hat das Amt zusammen mit Gemeinden und kantonalen Fachstellen auf den heutigen Tag hingearbeitet.

Kompatibilität mit mobilen Geräten

Die neue Suchfunktion in ZugMap.ch ermöglicht das schnelle Auffinden von Orten und Themen. Zudem funktioniert die neue Version auch auf mobilen Geräten. Was das Aussehen betrifft, so ist das neue ZugMap.ch das erste Web GIS mit einem heute modernen Dunkelmodus, dem sogenannten Dark Mode. An den insgesamt über 100 verschiedenen Datenthemen in ZugMap.ch arbeiten täglich kantons- und schweizweit unzählige Experten in Büros und auf dem Feld. ZugMap.ch hilft also bei räumlichen Fragestellungen, beispielsweise bei der Beurteilung von Strassen, Bauwerken, Grundstücken und Landschaften.

Rechtssicherheit und Transparenz

«Besonders erfreulich ist, dass das neue ZugMap.ch gleichzeitig die Plattform ist, auf welcher der ÖREB-Kataster publiziert wird», so Hess weiter. Die Abkürzung ÖREB steht für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen, die aufgrund von Gesetzen und Verordnungen bestehen: Bauzonen, Bebauungspläne, Lärmempfindlichkeitsstufen, Grundwasserschutzzonen, Waldgrenzen, Baulinien von Nationalstrassen usw. Neu kann man diese für ein Bauvorhaben oder einen Grundstückkauf relevanten Beschränkungen über das Internet abfragen und braucht sie nicht mehr bei mehreren Behörden einzeln in Erfahrung zu bringen. «Das ist kundenfreundlich und effizient», so Markus Hess. Die in ZugMap.ch angezeigten Karten können kostenlos auch in anderen Anwendungen verwendet werden. Dies bringt den Vorteil, dass die angezeigten Informationen überall identisch sind und damit auch den gleichen Stand aufweisen. Dies schafft laut Medienmitteilung Rechtssicherheit und Transparenz.

Promotion auf Youtube

Geplant war, den Go-live von ZugMap.ch und dem ÖREB-Kataster am heutigen Tag an einem grösseren Anlass zu lancieren. Doch das Corona-Virus machte dem Amt einen Strich durch die Rechnung. «Den Go-live zu verschieben, kam für uns aber nicht in Frage», so Amtsleiter Hess. Stattdessen habe man sich für einen virtuellen Anlass mit Videobotschaften auf Youtube entschieden. Letztlich erreicht das Amt auf diese Weise vermutlich einen viel grösseren Kreis. Und vor allem gelingt es, auf dem virtuellen Weg noch mehr Leute für die digital abrufbaren Geodaten des Kantons Zug zu begeistern.

Das neue «ZugMap.ch» und die Videos finden sie hier.