ZUG: Metall Zug mit Ergebnissen auf Vorjahresniveau

Der in eine Industrie- und Immobiliensparte aufgeteilte Mischkonzern Metall Zug hat im Geschäftsjahr 2012 einen leicht tieferen Umsatz erzielt. Während der Betriebsgewinn wie angekündigt stark zurück ging, hielten sich die Einbussen beim Reingewinn in Grenzen.

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Produktionshalle des zur Metall Zug Gruppe gehörenden Küchengeräteherstellers V-Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Produktionshalle des zur Metall Zug Gruppe gehörenden Küchengeräteherstellers V-Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel um über 30 Prozent auf 66,6 Mio. Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das Finanzergebnis verbesserte sich dank der Entwicklung an den Finanzmärkten auf 8,4 Mio. Franken (Vorjahr: minus 20,2 Mio. Franken), so dass der Reingewinn nur leicht auf 61,5 (Vorjahr 63,4) Mio. Fr. sank.

Der Umsatz der Metall-Zug-Gruppe sank 2012 um 0,9 Prozent auf 856,4 Mio. Franken, in Lokalwährungen reduzierte sich der Umsatz um 1,4 Prozent. Beinahe alle Geschäftsbereiche hätten unter der Schuldenkrise in Europa und dem starken Franken gelitten, teilte die Gruppe weiter mit.

Beim Vergleich mit den Vorjahreszahlen sei auch die Mitte 2012 erfolgte Abspaltung des Immobilienbereichs mit zu berücksichtigen, heisst es in der Mitteilung. Damals wurde den Aktionären für jede Aktie der Metall Zug eine Aktie der Zug Estates Holding AG als Sonderdividende ausgeschüttet.

Der Immobilienbereich trug noch während sechs Monaten mit 7,5 Mio. Fr. zum Betriebsergebnis bei, im Vergleich zu 15,3 Mio. Fr. für zwölf Monate im Vorjahr und belastete zudem das Finanzergebnis des Berichtsjahres mit 2,5 Mio. Franken.

Aufgrund der soliden Finanzierung, des hohen Bestandes an liquiden Mitteln und der guten langfristigen Ertragsaussichten sollen die Aktionäre aus Anlass des Doppeljubiläums (125 Jahre Metall Zug AG im Jahr 2012 und 100 Jahre V-Zug AG im Jahr 2013) eine Sonderdividende erhalten, die mehr als doppelt so hoch ist wie die im Vorjahr ausgeschüttete Dividende. Stimmen die Aktionäre zu, werden 63 Mio. Fr. ausgezahlt.

Ausserdem wird Verwaltungsratspräsident Jürgen Dormann sich an der Generalversammlung nicht mehr der Wiederwahl stellen. Als neuer Präsident ist Verwaltungsratsmitglied Heinz Buhofer vorgesehen. Buhofer ist seit 1997 im Verwaltungsrat.

sda