ZUG: Millionengewinn mit Insektenmittel

Wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung sprach die Zuger Staatsanwaltschaft einen 69-jährigen Verwaltungsrat schuldig.

Jürg J. Aregger
Drucken
Teilen
Der Generaldirektor erhielt für seinen Millionenbetrug eine bedingte Freiheitsstrafe. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Generaldirektor erhielt für seinen Millionenbetrug eine bedingte Freiheitsstrafe. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Jahr 2008 hatte der Staat Turkmenistan in Zentralasien bei einer Zuger Firma 1 Million Liter eines Insektenmittels bestellt. Der damalige Generaldirektor verschob den Auftrag an eine andere Zuger Firma, die von ihm beherrscht wurde. So entging der einen Firma ein Gewinn von 2,5 Millionen Franken, die der Direktor in den eigenen Sack kassierte.

Weil der Verwaltungsrat pflichtwidrig nicht einschritt und in Kauf nahm, dass die Firma um 2,5 Millionen geschädigt wurde, hat er sich laut Strafbefehl der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gemacht. Er war auch Verwaltungsrat der Konkurrenzfirma. Laut Strafbefehl hätte er diesen Interessenkonflikt vermeiden müssen. Allerdings habe er sich persönlich nicht ungebührlich bereichert.

Der frühere Generaldirektor wurde vom Einzelrichter im letzten Sommer verurteilt. Wie die «Neue Zuger Zeitung» heute Donnerstag schreibt, wurde der Deutsche laut einem Insider zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr rechtskräftig verurteilt.