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ZUG: «Mit Behinderungen ist zu rechnen»

Am Wochen­ende startet in Rotkreuz die Tour de Suisse. Laut Organisatoren lassen sich Einschränkungen für den Verkehr nicht vermeiden. Dabei wirkt eines störend.
Wolfgang Holz
Während der zweiten Etappe absolviert das Peloton zweimal hintereinander die Runde 1 und danach zweimal die Runde 2. (Bild: Grafik Neue LZ)

Während der zweiten Etappe absolviert das Peloton zweimal hintereinander die Runde 1 und danach zweimal die Runde 2. (Bild: Grafik Neue LZ)

Wolfgang Holz

«Am Samstag kommt es ganz sicher zu Verkehrsbehinderungen, wenn das Einzelzeitfahren in Rotkreuz über die Bühne geht», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Grund: Die Zufahrt in den Ort wird erschwert.

Auch innerhalb der Ennetseegemeinde ist mit Komplikationen zu rechnen. Vor allem entlang der 5,1 Kilometer langen Rennstrecke, die von 6.30 bis zirka 19 Uhr komplett für jeglichen Verkehr gesperrt sein wird. Die Route führt dabei vom Start auf der Blegistrasse über die Holzhäusern-, die Buonaser-, die Luzerner-, die Chamer- und die Industriestrasse zum Ziel im Forren. Zu- oder Wegfahrten von den an der Rennstrecke liegenden Grundstücken sind dann nicht oder nur eingeschränkt möglich. Den betroffenen Anwohnern wird deshalb empfohlen, ihre Fahrzeuge vorgängig ausserhalb zu parkieren.

Patrik Birri, Leiter der Abteilung Planung/Bau/Sicherheit der Gemeinde Risch, hat indes «ein gutes Gefühl», dass die Massnahmen der Tour de Suisse in Sachen Umleitungen und Ersatzparkplätzen in Rotkreuz bestens funktionieren. «Wir haben die betroffenen Anwohner jeweils angeschrieben und informiert, wo es ausserhalb Parkplätze gibt.» Zudem gehe er davon aus, dass die Zuger Polizei Kulanz beweise und keine Bussen im grossem Stil an Falschparker verteilen werde.

Kaum Parkplätze vorhanden

Anwohner im Schöngrund in Rotkreuz müssen entlang der Industriestrasse bis zur Forrenstrasse, der Zielgeraden des Rennens und des Festplatzes der «Rischer Meile», mit vielen Zuschauern und viel Fussgängerverkehr rechnen. Zusätzliche Parkplätze sind in diesem Bereich für Besucher der Radveranstaltung kaum vorhanden, weil die meisten durch den Tour-de-Suisse-Tross besetzt sind. Gebührenpflichtige Parkplätze, die 10 Franken kosten, sollen ausgeschildert sein.

Am Sonntag ist dann der ganze Kanton Zug von der Tour de Suisse betroffen – denn dann strampeln die Radrennfahrer auf der 161,1 Kilometer langen Etappe von Rotkreuz aus zweimal nach Cham über Zug ins Ägerital und über den Sattel wieder zurück nach Rotkreuz. Das hat zur Folge, dass die Autobahnanschlüsse Rotkreuz, Arth und Küssnacht mehrere Male voll gesperrt werden, damit der Tour de Suisse keine Autofahrer ins Gehege kommen. «Vor allem wenn der Radtross im Anmarsch ist, kann es sicher im ganzen Kanton zu Behinderungen kommen», sagt Schlatter von der Zuger Polizei. Autofahrer müssten deshalb mit Wartezeiten rechnen, bis die Radrennfahrer vorbeigerollt sind. «Man sollte eine Portion Gelassenheit mitbringen – und am besten generell auf den öffentlichen Verkehr ausweichen.»

Umsteigen auf ÖV

Apropos. Gerade, weil am «Hub» Rotkreuz die Parkplätze eingeschränkt sind, empfiehlt auch OK-Präsident Beat Villiger, seines Zeichens gleichzeitig Zuger Sicherheitsdirektor, auf Bahn und Bus umzusteigen – wer die Tour de Suisse besuchen will. «Denn ich rechne je nach Wetter mit 5000 bis 10 000 Zuschauern allein in Rotkreuz. An der Strecke werden es wohl sicher noch viel mehr sein.»

Doch just am Samstag, gerade wenn sich in Rotkreuz besonders viele Radfans und «Fit4you»-Festgänger einfinden, schränken die SBB den Zugverkehr von Baar Richtung Luzern wegen Bauarbeiten ein. Genauer gesagt fällt stündlich einer von vier S-1-Zügen je Fahrtrichtung aus – insgesamt werden dies 25 Züge sein. Aber hätte man das seitens der SBB nicht besser koordinieren können?

SBB bedauern Zugausfälle

«Uns ist bewusst, dass zu dieser Zeit die Tour de Suisse stattfinden wird», sagt Lea Meyer von der SBB-Medienstelle. Fakt sei aber, dass die Weichenumbauten in Rotkreuz schon seit mehreren Monaten minutiös und quasi auf die Minute geplant seien – dazu gehöre nicht nur der Personal-, sondern insbesondere auch der Maschineneinsatz. Meyer: «Würden wir die Bauarbeiten verschieben, so wäre die Inbetriebnahme der Doppelspur in Rotkreuz nicht gewährleistet.»

Die Lösung sei sicher nicht ideal, aber die Berechnungen und Erfahrungen aus früheren Jahren zeigten, so Meyer, dass die Bauarbeiten keine Beeinträchtigungen für die Besucher der Tour de Suisse bedeuten würden. «Wir sind überzeugt, genügend Sitzplätze zur Verfügung stellen zu können. Kunden, die von Cham nach Rotkreuz reisen möchten, können auf den Interregio umsteigen, der jeweils um 6 Minuten nach der vollen Stunde abfährt», empfiehlt die SBB-Sprecherin.

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