ZUG: Mit dem Seefest in die Zukunft

Die Vorbereitungen für das grösste Zuger Volksfest laufen auf Hochtouren. Das neue OK um Daniel Schärer orientiert sich am bewährten Konzept. Dennoch gibt es dieses Jahr eine grosse Neuerung.

Andreas Faessler
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Das Zuger Seefest 2018 mit neuem OK ist auf dem besten Weg, an den Erfolg der bisherigen Durchführungen anzuknüpfen. Im Bild das bestens besuchte Seefest 2017. (Bild: Christian H. Hildebrand (1. Juli 2017))

Das Zuger Seefest 2018 mit neuem OK ist auf dem besten Weg, an den Erfolg der bisherigen Durchführungen anzuknüpfen. Im Bild das bestens besuchte Seefest 2017. (Bild: Christian H. Hildebrand (1. Juli 2017))

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

Die Freude und die Erleichterung waren merklich gross, als es im Februar hiess, dass das traditionelle Zuger Seefest 2018 nun doch stattfinden wird. Im Vorfeld hatte die bisherige Organisatorin, die Freiwillige Feuerwehr Zug (FFZ), aus personellen, organisatorischen und finanziellen Gründen mitgeteilt, als Veranstalterin zurückzutreten.

Dann heuerte unter anderem der Verein ZugSports mit einem kurzfristig zusammengestellten Team bei der Stadt an, die Organisation des Seefests zu übernehmen. Mit Erfolg. Mit diesem Angebot und dem Konzept rannte der Verein unter der Leitung von Daniel Schärer offene Türen ein: Der Stadtrat hat sogleich einen einmaligen Beitrag von 100 000 Franken für die Durchführung des Seefests 2018 gesprochen.

Auch der Sonntag wird neu zum Festtag

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, wie OK-Präsident Daniel Schärer mitteilt. Auch wenn nun ein neuer Organisator sämtliche Fäden zieht, bleibt das traditionelle Zuger Volksfest dem bisherigen Konzept weitgehend treu. Es gibt nur eine grundlegende Neuerung – und die dürfte das festlaunige Publikum freuen: Das Zuger Seefest 2018 dauert gleich zwei Tage und nicht nur mehr einen wie bisher. «Der Sonntag wird ebenfalls mit ins Programm aufgenommen», sagt Schärer. Das verspricht nicht nur mehr Flexibilität für die Besucher und mit einem reichen Sonntagsbrunch auch einen zusätzlichen Höhepunkt im Programm, sondern dient auch dem Organisatorischen. Denn sollte das obligate Feuerwerk am Samstagabend (22.30 Uhr) aus Witterungsgründen nicht stattfinden können, so bleibt der Sonntag als «Jokertag», wie Schär es nennt. Zudem liegt der Fokus am Sonntag im Vergleich zum Samstag etwas weniger auf das Partymachen. Vielmehr soll er im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins und des Geniessens stehen.

Organisatorisch sind unter der Ägide des neuen OKs gewisse Anpassungen vorgenommen worden. Abgesehen davon, dass in diesem Sommer das gastronomische Angebot etwas erweitert wird, soll mit thematisch geprägten Zonen entlang des Seeufers ein allfällig unerwartet hoher Besucherstrom abgefedert werden. Während sich die Freunde von Folklore beispielsweise auf dem Gerbiplatz finden, wird für Rock- und Popbegeisterte das Festzelt auf der Rössliwiese ein Treffpunkt sein. So kann sich der Besucherstrom allgemein etwas geordneter auf dem Gelände bewegen, und es entstehen auch weniger Wartezeiten an den Schenken. «Wir möchten schliesslich, dass sich niemand an unserem Fest ärgern muss, sondern dass alle glücklich sind», so Schärer.

Das Seefest 2018 am 23. und 24. Juni steht explizit unter dem Motto «vo Zug für Zug». Es ist – wie auch schon zuvor – eine Veranstaltung mit starkem Identitätscharakter. Um diesem Bestreben Nachdruck zu verleihen, hat das OK sämtliche Partner und Lieferanten bewusst im Umkreis von maximal 30 Kilometern gesucht.

Daniel Schärer ist bester Dinge, dass das Spektakel ein Erfolg wird. «Wir alle freuen uns jetzt schon riesig. Das gesamte OK, die Stadt, die Partner und alle, welche die Organisation mittragen, gehen die Sache mit sehr viel Energie an», ist Schärer mit berechtigtem Stolz des Lobes voll und ebenso dankbar. Nicht nur verfügen er selbst, sowie sein ganzes Team, über ausgewiesene Kompetenz und Erfahrung im Veranstalten von Grossanlässen, auch auf die tatkräftige Mithilfe der ex-Organisatorin, der FFZ, können die Leute um Schärer allzeit zählen, was sehr geschätzt wird. Und bereits im Vorfeld erfahren sie regen Zuspruch aus der Bevölkerung – es ist offensichtlich: Die Zuger hängen wahrlich an ihrem Seefest.

Mit dem Seefest in die Zukunft

Für Daniel Schärer ist jetzt schon klar, dass er mit dem Zuger Seefest und den Partnern in die Zukunft will. «So etwas Grosses mache ich aus Prinzip nicht nur einmal. Ich strebe nach Langfristigkeit.» Vorausgesetzt natürlich, die Stadt Zug ist mit dem Resultat zufrieden und gibt grünes Licht für die nächsten Durchführungen des Zuger Seefestes – was sich Schärer wünscht. Bezüglich dessen ist der OK-Präsident angesichts der bisher erfolgreichen Vorbereitungsarbeiten sehr zuversichtlich. Einem gelungenen Zuger Seefest 2018 steht demzufolge nichts mehr im Wege. Bleibt bloss noch, auf Wetterglück zu hoffen.

Hinweis

Alles Wissenswerte über das Zuger Seefest 2018 sowie allfällige Programmänderungen online unter www.zugerseefest.ch