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ZUG: Mit Postkarten zur Lehrstelle

Das Berufsinformationszentrum hat den Bereich Grundbildung umgestaltet. Jugendliche können sich neu mit Papier und digital über verschiedene Berufe informieren.
Samantha Taylor
An der Wand finden sich Postkarten zu 184 verschiedenen Berufen.

An der Wand finden sich Postkarten zu 184 verschiedenen Berufen.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

«Unser Ziel war, dass die Schüler hier wirklich in die Berufswelt eintauchen können», sagt Urs Brütsch. Er ist Leiter des Berufsinformationszentrums (BIZ) des Kantons Zug. In den vergangenen Wochen wurde in dem Zentrum an der Baarerstrasse 21 in Zug einiges umgestellt. Im ersten Stock, dort, wo sich die Jugendlichen über die Grundbildung informieren, sieht es jetzt ganz anders aus.

Statt dicker Ordner warten nun Postkarten auf die Schülerinnen und Schüler. Zu sehen ist darauf auf der Vorderseite jeweils das Foto eines Lernenden im jeweiligen Beruf. Auf der Rückseite finden sich eine kurze Beschreibung des Berufes, wichtige Informationen wie Lehrdauer und die Fähigkeiten, die man selbst mitbringen muss, der Verweis auf weitere Informationen sowie ein sogenannter QR-Code. «Dieser schwarz-weisse Code lässt sich mit I-Pads, die wir ebenfalls neu zur Verfügung stellen, scannen. Man wird dann direkt auf die Seite von berufsberatung.ch geleitet, auf der man weiterführende Informationen findet», erklärt Brütsch.

Zusammenarbeit mit Zürich

Insgesamt gibt es Karten zu 184 Berufen – geordnet nach unterschiedlichen Themenfeldern wie «Im Freien arbeiten», «Handwerkliches arbeiten» oder «Mit Menschen arbeiten». Wer über die Postkartenwand schweift, soll sich auch inspirieren lassen. «Die Idee ist, dass man auch auf andere Berufe aufmerksam wird.» Und das funktioniert laut Brütsch gar nicht schlecht. «Wir beobachten, dass die Jugendlichen viel mehr vor der Wand stehen und den Blick über alle Berufe schweifen lassen. Sie nehmen sich auch mehr Zeit als früher. Wir haben grosse Freude, dass es so gut ankommt», sagt Brütsch.

Umgestellt hat das BIZ, weil man mit der Zeit gehen wolle, sagt Urs Brütsch. «Die Ordner waren verstaubt. Es gibt heute neue Gewohnheiten, und es läuft viel mehr über das Visuelle und natürlich digital.» Wer doch noch etwas Ausführlicheres aus Papier in den Händen halten will, der findet in dem Gestell ausserdem alphabetisch geordnet eine etwas ausführlichere Broschüre zu jedem Beruf. Die Postkarten hat das BIZ Zug von der der Laufbahnberatung Zürich. Diese habe ihr System im vergangenen Jahr umgestellt. Die Kosten für die gesamte Umstellung am BIZ Zug belaufen sich auf rund 40 000 Franken. Der grösste Anteil der Kosten macht dabei die technische Infrastruktur rund um die I-Pads aus. Für die 25 Geräte sowie für die technischen Installationen berappte das BIZ Zug etwas mehr als 30 000 Franken. Der Restbetrag floss in die Umgestaltung.

Hinweis

Der neue Bereich des BIZ wird feierlich eingeweiht am Montag, 28. August, ab 17 Uhr.

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