Zug

Landis und Gyr Areal: Der Freiruum wird bleiben, aber nur halb so gross

Die Ergebnisse der Mitwirkung der Bevölkerung an der Neugestaltung des Landis und Gyr Areals wurden vorgestellt. Gewünscht sind vor allem grüne Aussenflächen sowie günstiger Wohn- und Gewerberaum.

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Die Bevölkerung war eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äussern.

Die Bevölkerung war eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äussern.

Bild: PD

Vielfältig nutzbare Aussenflächen, bezahlbarer Wohn- und Gewerberaum sowie der Erhalt des Freiruums seien die Hauptanliegen der Bevölkerung, fasst Stadtplaner Götz Datko zusammen. Er ist verantwortlich für die Nutzungskonzeption des Grossprojektes. Die Bevölkerung war eingeladen, am Auftaktforum im September sowie an der Online-Mitwirkung während des Monats Oktober ihre Wünsche und Anregungen zur Neugestaltung des Landis und Gyr Areals, auf dem ein neuer Stadtteil entstehen wird, kundzutun.

«225 Beiträge, 107 Bewertungen und 15 Kommentare wurden abgegeben», schreibt die Eigentümerschaft in einer Medienmitteilung. Auch Sportangebote, Räume für Kultur, Vereine und Kleinbetriebe sowie vielfältige Gastronomieangebote und ein gutes Mobilitätskonzept seien mehrfach genannt worden, so Datko. «All diese Punkte werden wir so gut wie möglich einlösen.»

Mindestens 10 000 Quadratmeter preisgünstiger Wohnraum soll entstehen. «Dies sind 100 bis 120 der vorgesehenen 1200 Wohnungen.» Im Sinne einer guten Durchmischung würden diese auf dem gesamten Areal verteilt werden. «Familien, Paare, Singles und Mehrgenerationen-Wohnen: Die Zielgruppen beim Wohnungsangebot sollen gemischt sein», führt Datko aus.

Räume für kleine Aufführungen

Weiter ist 6000 Quadratmeter günstiger Gewerberaum geplant. «Es können dies dauerhaft genutzte Räume, Ateliers oder Coworking-Spaces sein sowie Räume, in denen kleine Anlässe wie Kleintheater- oder Kinderzirkusaufführungen stattfinden.»

Es gebe ausserdem Lokalitäten, die sporadisch zu günstigen Konditionen für Vereinsaktivitäten oder Bandproben gemietet werden könnten. Ein weiteres Ziel sei nachhaltige Mobilität auf dem Gelände. «Der Fokus der Erschliessung liegt auf dem öffentlichen sowie dem Fuss- und Veloverkehr.»

Er habe es bisher selten erlebt, erzählt Datko, dass die Bevölkerung einem Projekt gegenüber so positiv eingestellt gewesen sei und so konstruktiv mitgearbeitet habe.

Freiruum hat einen hohen Stellenwert

Dies bestätigt auch Martin Munz, Verantwortlicher für Entwicklung und Bau bei der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG, der Eigentümerin des Areals Freiruum. «Das Konzept Freiruum hat bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert», sagt er erfreut. «Deshalb werden wir es sicher erhalten wollen, jedoch in reduziertem Umfang.» Das Nutzungskonzept sehe den Bau des Zählerplatzes auf dem Areal vor. Auch seien neue Hochbauten vorgesehen, welche die aktuelle Freiruum-Fläche tangierten. «Vermutlich wird die Fläche der Halle um rund 50 Prozent redimensioniert.»

Es werde jedoch ein schöner Aussenraum gewonnen, was ja auch den Wünschen der Bevölkerung entspreche. «Auf dem gesamten LG-Areal wird es zudem weitere Möglichkeiten für Kultur, Vereine und Start-ups geben. Die Eigentümerschaft versucht, die wichtigsten Publikumsmagnete optimal auf dem Areal zu verteilen.»

Die Stadt Zug wird im kommenden Jahr das Bebauungsplanverfahren einleiten. Bisher seien noch keine Gegnerstimmen laut geworden, stellt Sandra Wetzel, Kommunikation LG Zug, fest. «Das kann natürlich noch kommen. Aber wenn alles rundläuft, gehen wir davon aus, dass 2025 mit der Realisierung begonnen und 2027 die ersten Gebäude bezogen werden können.»