ZUG: Monika Mathers: «Die Stadt verhandelt nicht stark genug»

Bei Antworten auf Fragen zur Belebung des Arena-Platzes hagelt es Kritik am Stadtrat.

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Weniger Platzmiete soll mehr Aktivitäten auf dem Arena-Platz vor der Bossard Arena ermöglichen. (Bild: Maria Schmid/ZZ)

Weniger Platzmiete soll mehr Aktivitäten auf dem Arena-Platz vor der Bossard Arena ermöglichen. (Bild: Maria Schmid/ZZ)

Nur mässig Freude an den Antworten des Stadtrats auf die Fragen zur Belebung des Arena-Platzes äusserte Interpellantin Astrid Estermann im Namen der Alternative-CSP. Sie dankte zwar für die deutliche Reduktion der Platzmiete und sagte: «Mit diesem Betrag ist es jetzt eher möglich, dass tatsächlich etwas auf dem Platz realisiert werden kann. Hoffen wir nun aber, dass damit ein erster Grundstein für die Belebung des Arena-Platzes gelegt ist.»

Ganz anders sehe das die SVP, konterte Gregor Bruhin. «Animation ist nicht Aufgabe des Stadtrats», sagte er. «Richtig ist, die Gebühren und die Bürokratie tief zu halten, dann wird der Platz automatisch belebt.» Daniel Blank (FDP) fand ebenfalls: «Es ist nicht die Aufgabe der Stadt, auf dem Platz ein Unterhaltungsprogramm zu organisieren», was CVP- Stadtrat Urs Raschle bestätigte.

Unbequeme Fragen

Parteikollege Richard Rüegg wollte von Stadtrat Raschle wissen, ob es stimme, dass die Stadt die Vermarktung des Platzes gratis an den EVZ abgegeben habe. Und wenn dem so wäre, würden sich die Letzibuzäli für die Vermarktung des Landgemeinde- oder des Bundesplatzes interessieren. Die Stadt bekomme vom EVZ tatsächlich nichts, gab Raschle zu. «Aber dank der professionellen Vermarktung wird der Platz belebt.» Es sei erstaunlich, dass immer die gleichen Personen zum Handkuss kommen, stellte Urs Bertschi (SP) entrüstet fest, und Monika Mathers (Alternative-CSP) fügte an: «Ich habe den Eindruck, dass die Stadt nicht stark genug verhandelt.»

Die vielen aufgeregten Voten nach der Sitzung in den Gängen deuten auf eine baldige Fortsetzung der Geschichte hin. (kk)