ZUG: Moore auf dem Zugerberg entdecken

Die Korporation Zug und die kantonale Baudirektion laden zu einem «Moorerlebnistag» auf den Zugerberg ein. Es kann sogar selber Hand angelegt werden.

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Eigenried mit Rigi im Hintergrund (Bild: PD)

Eigenried mit Rigi im Hintergrund (Bild: PD)

Zug nimmt schweizweit einen Spitzenplatz ein, wenn es um Moore geht: In keinem anderen Kanton ist deren Flächenanteil so gross in Zug. In den kommenden Tagen beginnt die Baudirektion - gemeinsam mit der Korporation Zug - mit einem Projekt zur Regeneration der Zuger Moore.

Es handelt sich in diesem Fall um das Eigenried, eines der schönsten und wertvollsten Moore im Kanton. Xaver Moos, Verwaltungsrat der Korporation Zug: «Da die Regenerationsmassnahmen in der Regel in unzugänglichen Schutzgebieten und somit unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, möchten wir den Projektstart auf dem Zugerberg als Schaufenster für die interessierte Bevölkerung nutzen. Wir wollen den Besuchern Gelegenheit bieten, über provisorische Stege ins Hochmoor zu gelangen und dort die Regenerationsmassnahmen mitzuerleben.»

Gezeigt wird unter anderem die sogenannte Zuger Methode, die weiterherum Beachtung findet und mittlerweile sogar im Ausland angewendet wird. Es ist eine ebenso simple wie erfolgreiche Technik, den Wasserstand im Moor wieder anzuheben. Sie basiert darauf, die ehemaligen Entwässerungsgräben mit Holztafeln einzustauen und anschliessend mit Sägemehl zu verfüllen. Wer mit gutem Schuhwerk und etwas Muskelkraft ausgestattet ist, darf gerne selber Hand anlegen, schreibt die Baudirektion in einer Mitteilung.

Der Moorerlebnistag findet am 20. September von 11 bis 16 Uhr statt. In einem Rundgang von zwei Kilometern Länge erfahren die Besucher vieles zur Entstehung und Regeneration von Mooren, dem Torfabbau. Die Besucher werden aber auch über geschichtliche Hintergründe, zur Landschaft oder zur Tier- und Pflanzenwelt informiert.

pd/rem

Hinweis: Weitere Infos auf www.zg.ch/baudirektion