ZUG: Nach Ausbruch: Container werden durchsucht

Nach dem Gefängnis-Ausbruch eines Häftlings in Zug ergreift die Sicherheitsdirektion Sofortmassnahmen. Jeder einzelne Container wird vor dem Verlassen des Gefängnisses durchsucht.

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In diesem Container versteckte sich der 29-jährige Mann mit serbischem Pass. (Bild Zuger Polizei)

In diesem Container versteckte sich der 29-jährige Mann mit serbischem Pass. (Bild Zuger Polizei)

Ab sofort wird jeder einzelne Container vor dem Verlassen der Strafanstalt manuell durch Mitarbeiter der Strafanstalt durchsucht. Dies hat die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug angeordnet. Die Fahndung des Flüchtigen läuft schweizweit auf Hochtouren.

Herzschlag wird nicht erfasst
Die Container seien oft mit Abfallholz oder Sägemehl randvoll gefüllt und nur schwer zu kontrollieren, heisst es in einem Communiqué. Wenn sich ein Häftling darin befindet, falle er vom Volumen her nicht gross auf. Ein Gerät, das den Herzschlag eines Versteckten erfassen kann, wie es in anderen Strafvollzugsanstalten teilweise vorhanden ist, ist in der Strafanstalt Zug nicht installiert.

Risikoanalyse in Auftrag
Unabhängig des Vorfalls vom Montagabend hatte der Sicherheitsdirektor Beat Villiger im ersten Halbjahr eine Risikoanalyse des Sicherheitskonzeptes der Strafanstalt durch eine externe Firma in Auftrag gegeben. Das Resultat der Analyse ist auf Ende August angekündigt. Als Reaktion auf die aktuellen Geschehnisse hat der Sicherheitsdirektor eine zusätzliche Überprüfung der Umstände der Flucht des 29-Jährigen angeordnet.

pd/rem