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ZUG: Nach dem Brand in der Schochenmühle stellt die SVP nun Fragen

Nach dem Feuer will die SVP von der Stadt Auskunft zu Brandschutzmassnahmen und zur Brandverhütung. Ein Seitenhieb geht an die Gebäudeversicherung.
Charly Keiser
Das Haus aus dem 18. Jahrhundert brannte in der Nacht auf den 6. März 2018. (Bild: Stefan Kaiser)

Das Haus aus dem 18. Jahrhundert brannte in der Nacht auf den 6. März 2018. (Bild: Stefan Kaiser)

In der Nacht auf den 6. März hat in der Schochenmühle ein Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert gebrannt. Dieses war zum Glück unbewohnt und es ist beim Brand niemand verletzt worden (wir berichteten). Noch ist unklar, ob das Haus einen Totalschaden erlitten hat.

Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie hat mittlerweile einen ersten Augenschein vorgenommen, wie deren Leiter Stefan Hochuli erklärt. «Bisher konnten wir das Haus nur von aussen besichtigen. Um abschliessend zu entscheiden, ob das Gebäude aus dem Inventar der schützenswerten Denkmäler entlassen werden kann, müssen wir auch wissen, wie stark das Haus im Innern Schaden genommen hat. Wir stehen diesbezüglich mit der Eigentümerschaft und der Gebäudeversicherung in Kontakt.»

Es sei ein sehr hoher Sachschaden in Millionenhöhe entstanden, schreibt die SVP-Fraktion des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug (GGR) in einer Interpellation an den Stadtrat. Nähere interessante Informationen zu dieser unbewohnten städtischen Liegenschaft seien in der Vorlage «Gesamtsanierung Wohnhaus und Remise Schochenmühlestrasse 2; Baukredit – Bericht und Antrag des Stadtrats» enthalten. «Die effektive Ursache des Brandes ist zum heutigen Zeitpunkt der Öffentlichkeit unbekannt, es muss ein technischer Defekt vermutet werden», orakelt die SVP.

Bereits im August 2017 habe es im spanischen Vereinslokal in der Chollermüli, dem Centro Espagnol, gebrannt. «Die einfache Holzbaracke musste später ganz abgerissen werden. Ein technischer Defekt an einem Kühlschrank hätte das Feuer ausgelöst, meldeten später die Zuger Strafverfolgungsbehörden», führt die Partei weiter aus und will vom Stadtrat wissen, welche baulichen Brandschutzmassnahmen 2017 und 2018 bei welchen Objekten in welcher Höhe erfolgt seien. Die SVP verweist dabei auf die Rückstellung von 12 Millionen Franken für Brandschutzmassnahmen in der Jahresrechnung 2016.

Möglicher Wiederaufbau

«Welche Sofortmassnahmen hat der Stadtrat zum Schutz gefährdeter Immobilien, zum Beispiel in der Altstadt, beschlossen und welche weiteren Massnahmen plant er in diesem Zusammenhang mittel- und langfristig?», fragt die SVP und will wissen, ob es weitere leer stehende, stark gefährdete Objekte, wie das Holz-Mehrfamilienhaus in der Schochenmühle gebe, wo eine Überwachung angezeigt wäre.

«Erwägt der Stadtrat auch den Wiederaufbau des zerstörten ältesten traditionellen Zugerbauern-Hauses auf Stadtboden, allenfalls an einem anderen Ort?», fragt die Volkspartei in der Causa Schochenmühle weiter und ergänzt: «Ist doch der städtische landwirtschaftliche Umschwung mit 85 602 Quadratmetern beträchtlich und ergibt ganz neue Möglichkeiten, neue Nutzungen.» Diese Frage erfolge, weil im Zusammenhang mit früheren Verlautbarungen des Stadtrates diverse Möglichkeiten zur Nutzung erfolgten und dann «immer wieder verworfen worden» seien. So sei von einer Asylunterkunft, einem möglichen Quartiertreffpunkt, einem Museum und zuletzt über die Abgabe im Baurecht an Private nachgedacht worden.

Verschiedene Massstäbe

Einen Seitenhieb gibt es an den Stadtrat beziehungsweise an die Gebäudeversicherung (GVZG) in Bezug auf die Auflagen im Casino: «Offenbar gibt es auch Immobilien, wie das Theater Casino Zug, wo die Auflagen der GVZG wegen des Publikumsverkehrs derart streng sind, dass man je nach Immobilie von ganz verschiedenen Standards innerhalb des Portefeuilles ausgehen muss», schreibt die SVP und fragt: «Teilt der Stadtrat diese Auffassung?»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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