ZUG: Nach der Zieleinfahrt gehts ab an die Steckdose

Wave, die grösste Elektrofahrzeug-Rallye der Welt, hat am Mittwoch in Baar Halt gemacht – weitgehend lautlos.

Silvan Meier
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Futuristisch und umweltfreundlich: Die Johammer-Motorräder aus Österreich fahren mit Elektroantrieb. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Futuristisch und umweltfreundlich: Die Johammer-Motorräder aus Österreich fahren mit Elektroantrieb. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Wären da nicht die Durchsagen und der Applaus, könnte man die Wave-Elektrofahrzeug-Rallye glatt überhören. Lautlos fährt ein Fahrzeug nach dem anderen auf dem Platz vor der Rathus-Schüür ein. Zu übersehen sind die 80 Fahrzeuge allerdings nicht. Und der Anblick kann irritieren: Denn bei einem Landrover oder einem alten VW Käfer gehört das Motorenbrummen einfach dazu. Doch nichts davon ist zu hören. Statt mit Benzin oder Diesel werden die alten Wagen nun mit Strom angetrieben. Dasselbe gilt für den Audi A8, eine stolze Limousine, auf die früher auch der deutsche Bundeskanzler gesetzt hat. Den Verbrennungsmotor haben Gero Kleinertz und Jochen Röhl ausgebaut. Stattdessen sorgt nun ein Elektromotor – so gross wie eine Ravioli-Dose – für die nötigen PS. «Das ist jetzt ein E8», erklärt Gero Kleinertz deshalb.

Die Wave Trophy, die von Solarpionier Louis Palmer organisiert wird, ist am 31. Mai in Stuttgart gestartet und endet am Samstag auf der Seebodenalp. Baar ist einer von rund 45 Zwischenhalten. Ziel der Trophy ist es, die Mobilität der Zukunft zu zeigen und zu beweisen, dass Elektrofahrzeuge – welcher Art auch immer – bequem sind und zuverlässig funktionieren.