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ZUG: Nächster Streich im Theater um die Post

Die Post erarbeitet derzeit ein Konzept für die Zukunft der ehemaligen Hauptpost. Bis dieses umgesetzt wird, soll das Gebäude zwischengenutzt werden. In der Nachbarschaft sind dafür schon zahlreiche Ideen vorhanden.
Samantha Taylor
Die Hauptpost in Zug.(Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Hauptpost in Zug.(Werner Schelbert/Neue ZZ)

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Der ehemaligen Hauptpost in der Stadt Zug soll wieder Leben eingehaucht werden. Vorübergehend. Die Post plant, dass das Gebäude zwischengenutzt wird. Das Vorhaben ist jedoch noch nicht sehr konkret. Denn über Form, Dauer und Zeitpunkt der Zwischennutzung schweigt sich die Post derzeit noch aus. «Das ist Gegenstand von Abklärungen und entsprechenden Gesprächen», sagt Post-Mediensprecher Oliver Flüeler. Klar sei, dass im Erdgeschoss eine publikumsattraktive Nutzung und in den Obergeschossen voraussichtlich Büronutzungen angedacht seien.

Eine Zwischennutzung würde der Post neuen Spielraum verschaffen. «Wir erhalten dadurch mehr Zeit, um festzulegen, wie und auf welche Art eine Nutzung im Raum Zug sinnvoll ist», sagt Flüeler. Der Mediensprecher erwähnt in diesem Zusammenhang, dass man seitens der Post daran sei, ein Konzept für die definitive Nutzung auszuarbeiten.

Das Gebäude der ehemaligen Hauptpost am Postplatz steht schon seit Ende November 2015 leer. Zu diesem Zeitpunkt verlegte die Post ihren Hauptsitz in den Laubenhof im nördlichen Teil der Stadt.

Markthalle oder Ausstellungsraum

Auf der Suche nach einer Zwischennutzung hat die Post auch die Stadt Zug angefragt, wie Stadtpräsident Dolfi Müller sagt. «Die Anfrage kommt für uns aber reichlich spät.» Die Stadt habe der Post bereits vor knapp zwei Jahren, als bekannt wurde, dass die Hauptpost verlegt werde, angeboten, die Räumlichkeiten im Erdgeschoss am Postplatz zwischenzunutzen – zu attraktiven Konditionen. «Wir dachten damals als Möglichkeit an eine Fi­liale der Stadt- und Kantonsbibliothek», sagt Müller. Damals habe die Post die Idee aber in den Wind geschlagen. «Sie wollte keine Zwischennutzung», erinnert sich Müller. Für die Stadt sei das Angebot nun nicht mehr so attraktiv. «Eine Zwischennutzung ist für uns mit grossem Aufwand verbunden. Wenn wir den Raum nur zwei Jahre nutzen können, lohnt sich das nicht mehr für alles», erklärt der Stadtpräsident. Seiner Meinung nach wäre es idealer, die Post würde sich auf dem freien Markt nach einer Lösung umsehen. Ganz zu schlägt er die Türe der Stadt aber nicht. «Wenn sich bei der Stadt etwas Sinnvolles ergibt, sind wir bereit, als Notnagel einzuspringen. Dann aber zum Nulltarif», so Müller.

Diverse Ideen, was man mit den Räumen anfangen könnte, hat man auch bei der Nachbarschaft Münz, die sich in der Umgebung der ehemaligen Hauptpost befindet. «Wir haben solche Zwischennutzungen im Vorstand schon mehrfach diskutiert. Wir dachten beispielsweise mal an eine Postkartenausstellung in Verbindung mit einem Postkarten- und Zeitungsladen oder an eine Markthalle», sagt Präsident Fredy Weller. Auch Gastronomiebetriebe oder sogenannte Pop-up-Stores, also Geschäfte oder Restaurants, die nur für eine begrenzte Zeit bleiben und dann wieder schliessen, wären für Weller denkbar. «Für uns ist einfach zentral, dass etwas kommt, das viel Publikum anzieht.» Das Gebäude biete sich für vieles an. Weller: «Vor allem der Raum im Erdgeschoss ist sehr attraktiv.»

Suche nach einem Partner ist schwierig

Die Post ist derzeit aber nicht nur auf der Suche nach einer Zwischennutzung. Ebenfalls noch offen ist, wo und mit welchem Partner dereinst die Postagentur im Bereich der Altstadt realisiert werden soll. «Wir führen Gespräche, eine Lösung gibt es aber noch nicht», sagt Flüeler. Für Weller ist klar, dass das keine einfache Aufgabe ist. So seien diverse Ladenlokale in der Altstadt zu klein, um die Aufgabe übernehmen zu können. «Hinzu kommt, dass die Parkplatzsituation vielerorts nicht ideal ist und man das Geschäft sechs Tage die Woche geöffnet haben muss. Es ist darum schwierig, einen Partner zu finden.»

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