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ZUG: «Namen bedeuten für uns nichts»

Der stellvertretende Armeechef Aldo Schellenberg referierte an der Generalversammlung der Zuger Offiziersgesellschaft über Sicherheit – und verriet, was der Trump-Besuch am WEF für die Armee bedeutet.
Charly Keiser
Der stellvertretende Armeechef Aldo Schellenberg bei seinem Referat an der Generalversammlung der Zuger Offiziere im Casino Zug. (Bild: Stefan Kaiser (11. Januar 2018))

Der stellvertretende Armeechef Aldo Schellenberg bei seinem Referat an der Generalversammlung der Zuger Offiziere im Casino Zug. (Bild: Stefan Kaiser (11. Januar 2018))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Nach einjähriger Absenz fand am Donnerstagabend die Generalversammlung der Offiziersgesellschaft des Kantons Zug (OG Zug) wieder im Casino Zug statt. Als Referent luden die Zuger Offiziere Aldo Schellenberg ein, den Chef Operation der Schweizer Armee und deren stellvertretenden Chef. Schellenberg sprach nach den Grussworten von Regierungsrat Stephan Schleiss und Stefan Holenstein, Präsident der Schweizer Offiziersgesellschaft, zum Thema Sicherheit.

Wie wirkt sich der Besuch von US-Präsident Donald Trump am Weltwirtschaftsforum (WEF) Ende Januar in Davos auf die Schweizer Armee aus? Dies fragten wir Korpskommandant Schellenberg vor seinem Referat. «Namen bedeuten für uns nichts», antwortete dieser und fügte an: «Wir mussten schon für Bill Clinton, John Kerry und den chinesischen Präsidenten in Davos Sicherheitsaufgaben übernehmen, für uns ist das Routine, ein völlig normaler Auftrag.» Genauer gehe es am WEF für die Armee darum, den Kanton Graubünden zu unterstützen und alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen sicherzustellen, präzisierte er.

«Die Welt ist aus den Fugen»

«Sicherheit ist nicht alles – aber ohne Sicherheit ist alles nichts», begann Schellenberg sein Referat. Risiken und Bedrohungen seien nicht mehr nur Hirngespinste, sondern seien leider zur Tatsache geworden. Er verwies auf die zahlreichen Anschläge der letzten Jahre von Islamisten und wies im Besondern auf die zunehmenden Cyberattacken hin. «Die Welt ist aus den Fugen, die internationale Lage ist komplex und unberechenbar. Sicherheit ist darum nicht mehr nur einfach naturgegeben.» Er sprach mehrmals vom «Wollen», das aber unbedingt das «Können» brauche, und zeigte auf Charts, welche Waffensysteme der Schweiz bald am Ende ihrer Lebensdauer sind, und warb für das Geld für deren Ersatz. «Ein bisschen weniger ausgeben sei nicht gespart, sagt meine Frau. Und sie hat in der Regel Recht. Nur wer kann, hat die Option zu wollen», warnte Aldo Schellenberg zum Schluss seines Vortrags.

Die zahlreich anwesenden Mitglieder folgten an der 174. Generalversammlung den Ansinnen des Vorstands ausnahmslos. Die Statutenänderung wurde einstimmig genehmigt, die es der Offiziersgesellschaft künftig ermöglicht, einfache Schiesslizenzen an die Mitglieder zu erteilen und so in der Zukunft als Grup- pe der OG Zug an kantonalen Schiesswettkämpfen teilnehmen zu können. Auch die Erhö- hung des Mitgliederbeitrags um 5 Franken wurde mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung deutlich genehmigt. Die Beitragserhöhung wurde nötig, weil die Schweizerische Offiziersgesellschaft die Abgabe pro Mitglieder um eben diese 5 Franken erhöht hat. Im Eiltempo bestätigte die Versammlung den gesamten Vorstand inklusive des Präsidiums und der Revisoren.

OG-Zug-Präsident Danilo Schwerzmann zeigte sich beim anschliessenden Apéro «sehr erfreut und zufrieden» ob der Rückkehr ins renovierte Casino und sagte: «Der Unterschied zum Burgbachsaal ist in Bezug auf die Ambiance wirklich wie Tag und Nacht.»

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