ZUG: Neue Aufgaben für Feuerwehr

An der Generalversammlung der FFZ treffen sich Politik, Wirtschaft und Blaulicht-Organisationen zu einem geselligen Anlass. Für Roman Jenny war es die erste als Präsident.

Olivier Burger
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Der traditionelle Fackelzug der Freiwilligen Feuerwehr Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Januar 2017))

Der traditionelle Fackelzug der Freiwilligen Feuerwehr Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Januar 2017))

Olivier Burger

redaktion@zugerzeitung.ch

Der traditionelle Fackelzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) durch die Zuger Innenstadt im Vorfeld der Generalversammlung konnte dieses Mal wie gewohnt durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr musste er wegen einer nicht bewilligten Demonstration abgesagt werden. Doch diesmal war der Versammlungsort ein anderer als üblich. Weil das Theater Casino derzeit umgebaut wird, trafen sich die 207 Aktiv- und Ehrenmitglieder im Restaurant Five Moods auf dem Siemens-Areal.

Die Versammlung zeigte sich mit den Leistungen des Kommandos und des Vorstands ­zufrieden. Sowohl FFZ-Kommandant Daniel Jauch und die ­Vizekommandanten als auch Präsident Roman Jenny und die Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Für den zurücktretenden Sekretär Stefan Bär wurde neu Markus Luthiger in den Vorstand gewählt. «Es war für mich ein intensives und anspruchsvolles Jahr», blickte ­Jenny auf ein sein erstes Präsidentenjahr zurück.

Blick ins Ausland

In seinem Jahresbericht wies ­Daniel Jauch 224 Einsätze aus, 33 weniger als im Jahr 2015. Auf dem Kantonsgebiet waren 41 Stützpunkt-Einsätze zu verzeichnen. Zusammenfassend stellte er fest: «Mit Ausnahme des Sommers war unser Einsatzjahr ruhig. In den sechs Wochen Sommerferien kam es zu total 50 Einsätzen, die alle Fachgebiete betrafen.» Daniel Jauch nahm in seiner Ansprache auch Bezug auf die Attentate in Frankreich und Deutschland: «Es galt, Menschen zu evakuieren, zu bergen und zu retten. In den Medien waren immer wieder auch Einheiten der Feuerwehr im Einsatz zu sehen.» Diese neue Herausforderung könnte auch die Feuerwehren in der Schweiz oder in Zug treffen. «Auch wenn es unwahrscheinlich ist, so ist es nicht unmöglich», gab er zu bedenken.

Über 2000-mal im Einsatz

Die Versammlung verlieh die FFZ-Ehrenmitgliedschaft Juan Carlos Ponte und Stefan Bär. Ponte wies 25 Jahre Aktivdienst aus und war über 1000-mal im Einsatz. Der ehemalige FFZ-Sekretär Bär war dienstlich und vereinlich ein engagierter Kamerad. Für seine 30-jährige Mitgliedschaft in der FFZ konnte Werkstattchef Hermann Villiger geehrt werden. Er und Jürg Flütsch, Formationschef Chemiewehr, wurden für die über 2000 absolvierten Einsätze beschenkt.

Der für die Feuerwehr zuständige Stadtrat Urs Raschle dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und führte aus, dass er für den ausserkantonalen FFZ-Einsatz beim Brand einer Schreinerei in Haltikon Anfang Januar viel Lob erhalten habe. Und der Zuger Sicherheitsdirektor, Regierungsrat Beat Villiger, hob die in der FFZ gelebte Freiwilligkeit hervor: «Diese ist ein gutes Zeichen und macht unsere Welt besser.»