ZUG: Neue Dreifachturnhalle wird teuer

Die Ablehnung der Rebellshalle aus Spargründen stimmt die Oberwiler nicht freudig. Anderswo fliessen in Zug weiterhin viele Mittel. Zu viele?

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Wer erfolgreich ist wird bejubelt und braucht mehr Platz für Zuschauer - wie hier beim Finale des LK Zug. Das schafft auch immer mehr Kosten. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Wer erfolgreich ist wird bejubelt und braucht mehr Platz für Zuschauer - wie hier beim Finale des LK Zug. Das schafft auch immer mehr Kosten. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

«Zug ist langsam zu einer Sportstadt geworden – es fehlt quasi nur noch die Austragung der Olympischen Spiele hier», sagt Stadträtin Vroni Straub. Sport werde aus diesem Grund auch grosszügig von der Stadt Zug unterstützt – die 56 Sportvereine erhalten immerhin jährlich rund 400 000 Franken an Förderbeiträgen. Wobei die CSP-Politikerin klar stellt: «Die Vereine müssen aber für ihre Infrastruktur viel Eigenleistung aufbringen. Und das Geld, das wir zur Verfügung stellen, soll möglichst auch dem Breitensport gerecht werden», so die Bildungsvorsteherin.

So weit so gut. Die Frage, die sich nach dem Out der geplanten Rebellshalle für geplante stolze 6,7 Millionen Franken allerdings stellt: Welche Grossprojekte in Sachen Sportanlagen kann sich Zug – Stadt und Kanton – künftig überhaupt noch leisten? Und welcher Bedarf besteht tatsächlich? Ein Objekt, das diese Woche im Kantonsrat auf der Agenda steht, ist die geplante Dreifachturnhalle für die Kantonsschule in Zug – und zwar mit Zuschauerbereich. Sage und schreibe 18,7 Milllionen Franken sind dafür budgetiert. Es gibt aber jetzt schon Stimmen von Experten, die sagen, dass die Halle klar zu teuer ist. «Eine Dreifachturnhalle mit einem Zuschauerbereich, wie er für Zugs Dimensionen ausreicht, kann man wesentlich günstiger für rund 10 Millionen Franken bekommen», erklärt Martin Strupler, Sportanlagenplaner aus Bern.