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ZUG: Neuer Zuger Stadtteil nimmt Formen an

Mit grosser Verspätung hat der Stadtrat den Quartiergestaltungsplan «Äussere Lorzenallmend» beschlossen. Zahlreiche Eigentümer handeln nun zügig, wie eine Nachfrage zeigt.
Charly Keiser
Die Visualisierung zeigt den Stadtteil beim zentralen Park an der alten Lorze, der die Verbindung zum Riedmatt-Quartier herstellen soll. Bild: (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt den Stadtteil beim zentralen Park an der alten Lorze, der die Verbindung zum Riedmatt-Quartier herstellen soll. Bild: (Bild: PD)

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Der Stadtrat hat Mitte Dezember den Quartiergestaltungsplan «Äussere Lorzenallmend» festgesetzt. Dies hat er vor wenigen Tagen bekanntgegeben. Der Beschluss ist mit über zwei Jahren Verspätung erfolgt. Denn im März 2015 hiess es gemäss Zeitplan noch, dass schon im Herbst des gleichen Jahres der Quartiergestaltungsplan in Kraft sei und Gesuche für Bebauungspläne an den Stadtrat eingereicht würden.

«Wir haben vor 14 Tagen das Gesuch für unseren Bebauungsplan eingereicht», gibt Korporationspräsident Urban Keiser Auskunft. Der Korporation gehört der Löwenanteil von 100000 Quadratmetern der äusseren Lorzenallmend. Stadt und Kanton würden nun die neue Chollerstrasse planen. Er rechne damit, dass der Bebauungsplan der Korporation in etwa zwei Jahren rechtskräftig sein könne, so Keiser. «Wir werden wohl unseren ganzen Teil im Baurecht abgeben», sagt Keiser.

«Fast schon ein Entwurf»

Der Grund für die lange Dauer bis zur Festsetzung des Quartiergestaltungsplans sei dessen Detailtreue, sagt Stadtplaner Harald Klein. «Die Eigentümer haben viele Aspekte gemeinsam diskutiert und sich bereits gut abgesprochen. Der Plan ist darum fast schon ein Entwurf für die Bebauungspläne. Da muss gar nicht mehr viel feinjustiert werden.» Bereits hätten Gespräche zu Bebauungsplänen mit Vertretern der Eigentümer Sudan und Etter stattgefunden, und er erwarte eine Einreichung der entsprechenden Gesuche in den nächsten Wochen, sagt Klein.

Von der WWZ AG und der Alfred Müller AG seien noch keine Gesuche eingereicht worden, erklärt Klein. «Aber die WWZ AG ist voll am Planen, wie ich weiss, und die Alfred Müller AG hat sich vorbildlich verhalten.» Sie habe nämlich schon vor Jahren die alte Liegenschaft an der Steinhauserstrasse abgerissen und hätte nach der gültigen Bauordnung beziehungsweise dem veralteten Bebauungsplan bauen können. «Sie hat aber gewartet, damit ihr Projekt ebenfalls ins Gesamtkonzept hineinpasst.» Aus diesem Grund erwartet der Stadtplaner von diesen beiden Eigentümern ebenfalls schon bald ein Gesuch für den Bebauungsplan. Klein freut sich, dass die Beteiligten den Schwung mitnehmen und dass sie die Gedanken, die sie sich im Vorfeld gemacht hätten, nun möglichst schnell in einen Bebauungsplan einfliessen lassen wollen. «Das heisst nicht, dass alle sofort bauen wollen. Vielmehr geht es um die Rechtssicherheit, die dann besteht.»

Baustart in rund zwei Jahren

In rund zwei Jahren sollen die Pläne vorliegen und soll die Gesamtplanung der Chollerstrasse abgeschlossen sein, schätzt Klein. Und dann könne mit der Realisierung begonnen werden. Einsprachen sind laut Klein wohl nicht allzu viele zu erwarten, da nur wenige überhaupt einspracheberechtigt seien. «Es wird bestimmt eine Grundsatzdiskussion zum Wachstum geben», ist sich Klein sicher. «Aber genau genommen setzen wir in der äusseren Lorzenallmend nur die geforderte Verdichtung um. Es gibt einige Leute, die dem Wachstum skeptisch gegenüberstehen, aber selbst vom Bauforum haben wir ein positives Feedback bekommen.»

Das Projekt überzeuge und sei langfristig – auf rund 20 Jahre – angelegt, sagt Klein. Wohnen und Arbeiten sowie viele Grünflächen und Freiräume würden das neue Quartier attraktiv machen, ergänzt er und sagt: «Es hat einzelne Puzzlesteine, die sich nach und nach realisieren und zu einem guten Ganzen zusammenfügen lassen.»

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