ZUG: Neues Kunsthaus steht auf der Kippe

Viele Kunstfreunde freuen sich schon auf ein neues Museum. Doch Streit unter Kunsthaus-Verantwortlichen gefährdet das Projekt. Der Kanton reagiert.

Wolfgang Holz
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Hier auf dem Areal des alten Kantonsspitals soll das neue Zuger Kunsthaus zu stehen kommen. (Bild: Archiv Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Hier auf dem Areal des alten Kantonsspitals soll das neue Zuger Kunsthaus zu stehen kommen. (Bild: Archiv Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Eigentlich ist alles angerichtet: Der Bebauungsplan für das alte Kantonsspital befindet sich auf der Zielgeraden. Auf dem Areal im Süden soll bekanntlich auch ein neues Zuger Kunsthaus zu stehen kommen. So will es der Richtplan, den der Kantonsrat 2011 verabschiedet hat. In diesem ist der Standort für ein neues Zuger Kunsthauses fixiert worden.

Zwist über künftiges Management

Doch nun gefährdet ein interner Streit unter den Kunsthaus-Verantwortlichen die Zukunft des neuen Musentempels ernsthaft. Konkret sind Mitte Dezember letzten Jahres vier Stiftungsräte aus der Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug zurückgetreten. Grund: Unüberbrückbare Differenzen entbrannten unter den Kunstsinnigen über zukünftige Fragen der Ausrichtung und der Kompetenzen bei der weiteren Planung, dem Bau und Betrieb des Hauses am See.

Baudirektor Heinz Tännler hat inzwischen die Notbremse gezogen. Denn der Kanton will den Bebauungsplan nicht gefährden. Dieser muss nach den Sommerferien noch vom Grossen Gemeinderat abgesegnet werden. «Wir wollen nicht riskieren, dass durch einen Streit innerhalb des Kunsthauses der Gesamtentwurf für das Areal negativ belastet wird», erklärt der SVP-Regierungsrat.