ZUG: Neugestaltung des Postplatzes

Für die Neugestaltung des Postplatzes wurden fünf Landschaftsarchitekturbüros für einen Studienauftrag eingeladen. Das Siegerprojekt ist in den letzten Monaten überarbeitet worden. Nun können alle Arbeiten besichtigt werden.

Pd/Nop
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Visualisierung des Postplatzes in Zug. (Bild: pd)

Visualisierung des Postplatzes in Zug. (Bild: pd)

Das zunehmende Verkehrsaufkommen und die Belegung mit Parkplätzen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass die historische Konzeption des Platzes kaum noch ablesbar ist. Im Juni 2008 stimmte das Volk dem Bebauungsplan Post zu. Dieser sieht die Aufhebung sämtlicher Parkplätze sowie eine Anpassung der Verkehrsführung auf dem unteren und oberen Postplatz vor. Ab Herbst 2013 werden östlich und nördlich des denkmalgeschützten Hauptpostgebäudes Neubauten mit gemischter Nutzung sowie ein unterirdisches Parkhaus realisiert. Im Parkhaus wird die Stadt Zug rund 100 Parkplätze übernehmen. Dies ist die Voraussetzung für die Umsetzung der vom Volk angenommenen Umgestaltung des Postplatzes.

Umsetzung eines Volksauftrages
Um für die Neugestaltung des Postplatzes Projektvorschläge zu erhalten, hat die Stadt Zug fünf Landschaftsarchitekturbüros für einen Studienauftrag eingeladen. Die Aufgabenstellung umfasste eine ganzheitliche Betrachtung des Postplatzes unter Einbezug konzeptioneller Vorschläge für eine zukünftige Platzbeleuchtung im Rahmen des in Erarbeitung begriffenen städtischen Plan Lumière. Die vorzuschlagenden Eingriffe waren aufgrund der unveränderbaren Verkehrsführung auf den unteren und oberen Postplatz zu beschränken. Gleichwohl war im Hinblick auf den mutmasslichen Bau des Stadttunnels die weitgehend verkehrsfreie Umsetzung des Platzes im Rahmen des Zentrumpluskonzeptionell anzudenken.

Aufwertung eines der wichtigsten Plätze der Stadt Zug
Das Siegerprojekt der Landschaftsarchitekten Appert & Zwahlen aus Cham ist von der Gesamtjury einstimmig ausgewählt und zur Weiterbearbeitung empfohlen worden. Es reagiert mit einem angemessenen und qualitativ hochwertigen Vorschlag auf den sensiblen Ort. Das Projekt vereint auf optimale Weise alle geforderten Bedingungen und steht insbesondere auch in Einklang mit der anspruchsvollen Ausgangslage. Der repräsentative Charakter des Platzes wird gestärkt, die historisch wertvollen Bauten wie Regierungsgebäude und Hauptpost freigestellt und attraktive Freiflächen für Passanten geschaffen. Der Postplatz soll dadurch wieder zum schönsten Platz von Zug werden.

Bekannte Preisrichter aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Vertreter der Stadtverwaltung und des Kantons sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Nachbarschaft waren als Experten tätig und beurteilten die Übereinstimmung mit den strengen Vorgaben. Die Projekte wurden auf das im Vorfeld festgelegte Kostendach von rund CHF 1.95 Mio. Franken überprüft. Der Aufwand für das moderierte Studienverfahren hat sich gelohnt. Der Stadtrat ist zuversichtlich, dass mit dem Umbau des Postplatzes – wie vorgesehen – nach Bezug des neuen Parkplatzes Post voraussichtlich im Herbst 2016 begonnen werden kann.

HINWEIS

Die 4 Projekte sowie das überarbeitete Siegerprojekt werden zwischen dem 19. und dem 23. Juni in der Altstadthalle ausgestellt.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 17 Uhr – 19:30 Uhr; Samstag von 11:00 Uhr – 16:00 Uhr; Sonntag von 13:00 Uhr – 16:00 Uhr