ZUG: Nun wird die Tangente zum Gerichtsfall

Die Zuger Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz hat eine Beschwerde gegen das Strassenprojekt eingereicht. Baudirektor Heinz Tännler nimmts gelassen.

Silvan Meier
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Die Tangente – wie sie 2009 von der Zuger Baudirektion präsentiert wurde. (Bild: PD)

Die Tangente – wie sie 2009 von der Zuger Baudirektion präsentiert wurde. (Bild: PD)

Der Kanton hat die Baubewilligung für die Tangente Zug/Baar bereits gesprochen. Doch nun wird sich das Verwaltungsgericht mit dem Strassenprojekt beschäftigen müssen. Die Zuger Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz hat eine Beschwerde eingereicht. Aus Sicht des Verbands hat die Baudirektion das generelle Projekt, das Grundlage der Abstimmungsbroschüre war, zu stark erweitert, was dem Prinzip von Treu und Glauben widerspreche. Die Kapazitätserweiterung mit zwei Bypässen an Kreiseln und zusätzlichen Spuren sei nicht rechtens.

Die Zuger Baudirektion sieht das anders. Sie verteidigt bereits in ihrem Einsprache-Entscheid das Vorgehen. Zugs Baudirektor nimmt das Verfahren gelassen. Der Kanton sei korrekt vorgegangen. Dabei könnte eine Niederlage vor Gericht Folgen haben. Denn der VCS fordert, dass der Kanton zurückbuchstabiert – oder das neue Projekt nochmals zur Abstimmung bringt.