ZUG: Ökihöfe gehen gegen Abfalltouristen vor

Wer in einem der zehn Zuger Ökihöfe mit einem ausserkantonalen Nummernschild zufährt, wird seit dem 1. Mai weggewiesen. Die stichprobenartigen Kontrollen zeigen Wirkung.

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Der Ökihof in Cham war auch über die Kantonsgrenzen hinaus sehr beliebt. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Ökihof in Cham war auch über die Kantonsgrenzen hinaus sehr beliebt. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Seit dem 1. Mai herrscht bei den zehn Ökihöfen im Kanton Zug ein strenges Regime: Wer nicht im Kanton Zug wohnt oder nicht im Kanton seinen Geschäftssitz hat und den Abfall in einem Ökihof entsorgen will, wird weggewiesen. Der Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden zur Bewirtschaftung von Abfällen (Zeba) toleriert nicht mehr, dass Auswärtige auf Kosten der Zuger ihren Müll entsorgen.

Die Zeba zieht nun nach zweieinhalb Monaten ein positives Fazit. Abfalltouristen seien auf Zuger Ökihöfen nur noch vereinzelt anzutreffen oder bleiben ganz aus. Der personelle Druck und die Abfallmengen haben an den hauptsächlich betroffenen Ökihöfen in Cham, Rotkreuz, Zug und Baar deutlich nachgelassen, schreibt die Zeba in einer Mitteilung. Zeba-Verwaltungsratspräsident Paul Langenegger geht davon aus, dass die getätigten Massnahmen nachhaltig sind.

Als positiven Nebeneffekt der Aktion erachtet es der Verband, dass die angrenzenden Aargauer Gemeinden Sins, Aristau und Auw ebenfalls Sammelstellen errichtet haben.

Seit dem 1. Mai werden am Ökihof Rotkreuz Autos mit fremden Nummernschildern kontrolliert. Und auch die Ökihöfe Cham und Baar hätten stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Man werde auch in Zukunft gezielt auf Abfalltouristen achten, schreibt der Verband weiter.