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ZUG: Ökihof: Die Stadt will das Areal freigeben

Der Stadtrat will eine Motion abschreiben, die verlangt, dass der Ökihof an seinem heutigen Standort verbleiben soll. Damit wird der Weg für die SBB und ihr Bauprojekt auf dem Güterbahnhofareal frei.
Samantha Taylor
Bis Ende 2019 wird der Ökihof am heutigen Standort betrieben. (Bild: Werner Schelbert (28. Dezember 2015))

Bis Ende 2019 wird der Ökihof am heutigen Standort betrieben. (Bild: Werner Schelbert (28. Dezember 2015))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Der Stadtrat will das Areal beim Güterbahnhof im Norden der Stadt definitiv nicht mehr nutzen. Das geht aus einem entsprechenden Bericht hervor. Verfasst wurde dieser, weil der parteilose Gemeinderat Willi Vollenweider im März 2014 eine Motion mit dem Titel «Rettet den Ökihof – keine Immobilienspekulation auf dem Güterbahnhofareal der Stadt Zug» eingereicht hatte. Vollenweiders Forderung: Der Ökihof solle zusammen mit dem Brockenhaus an seinem heutigen Standort auf dem Güterbahnhofareal verbleiben. Dafür soll sich die Stadt bei den SBB, denen das Grundstück gehört, einsetzen. Auch ein Kauf des Areals durch den Stadtrat kam dabei für den Gemeinderat in Frage.

Die Motion wurde im April 2014 vom Grossen Gemeinderat (GGR) an den Stadtrat überwiesen und dann im Oktober 2015 für erheblich erklärt. Seither hat der Stadtrat zwei Zwischenberichte zum Thema vorgelegt. Im letzten – er erschien im November 2016 – führte der Stadtrat aus, welche Massnahmen er in Sachen «Rettung des Ökihofes» getroffen hat. Weiter verweist er darauf, dass die SBB das Güterbahnhofareal nicht an die Stadt verkaufen wollen.

Abstimmung folgt Ende 2018

In der aktuellen Vorlage beantragt der Stadtrat dem GGR nun die Abschreibung der Motion. Das heisst, sie soll als erledigt von der Geschäftsordnung gestrichen werden. «Die Forderung aus der Motion kann, wie in den Zwischenberichten dargelegt, nicht erfüllt werden», begründet der Stadtrat. Der Stadtrat betont erneut, dass die SBB keine Verkaufsabsichten hegen, da sie das Areal langfristig für eigene Zwecke nutzen wollten. Die kantonale Baudirektion habe ausserdem in einer Vorprüfung eine Festsetzung der Zone des öffentlichen Interesses auf dem Areal abgelehnt. Hätte die Baudirektion eine solche Festsetzung grundsätzlich für realistisch gehalten, hätte sich die Verhandlungsbasis für die Stadt gegenüber den SBB verändert, weil allenfalls so ein Bauverbot für die SBB hätte erlassen werden können.

Der Stadtrat führt weiter aus, dass auch die Alternativen für einen Ökihof schon vorangetrieben werden. So hat der GGR im Juni 2017 einen Wettbewerbs- und Planungskredit für die Ansiedlung des Ökihofs im Göbli gesprochen. Bisher wurden zwölf Planerteams für die Bearbeitung des Projekts selektioniert. Der Wettbewerb wurde am 23. Oktober 2017 gestartet. Eröffnet werden soll der Ökihof am neuen Standort Anfang 2020. Denn nur noch bis Ende 2019 kann er auf dem Güterbahnhofareal betrieben werden. Danach läuft der Mietvertrag zwischen Stadt und SBB aus. «Im Hinblick auf die geplante Eröffnung im Jahr 2020 erfolgt die Jurierung des Projektwettbewerbs im März 2018. Voraussichtlich am 25. November 2018 oder am 10. Februar 2019 kann die Stimmbevölkerung dann über den Baukredit abstimmen», heisst es im Bericht des Stadtrates weiter.

Es werden wohl Hochhäuser entstehen

Die Stadt macht auch Angaben zu den Zeitplänen der SBB auf dem Güterbahnhofareal. Unter der Federführung der Stadt wird ab 2018 ein «qualifizierter Prozess» mit Einbezug der Eigentümer und Interessenvertretungen angestrebt. Ziel des Prozesses sei, mit allen Beteiligten Entwicklungs- und Gestaltungsrichtlinien für das Areal festzulegen. Die Ergebnisse dieses Prozesses sind die Grundlage des Quartiergestaltungsplans, der 2019 erarbeitet wird. 2020 soll dann der Bebauungsplan ausgearbeitet werden.

Was auf dem Gebiet alles entstehen soll, ist noch relativ offen. Die SBB haben bereits einmal geäussert, dass ein Mix aus Wohnen und Arbeiten vorgesehen ist. Es ist ausserdem anzunehmen, dass auf dem Güterbahnhofareal auch Hochhäuser entstehen werden. Das Areal liegt nämlich in jener Hochhauszone, in der Gebäude bis zu einer Höhe von 60 Metern gebaut werden können.

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