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ZUG: Parlamentarier verlangen eine Überbauung der Gleise

Vier bürgerliche Gemeinderäte fordern vom Stadtrat, dass dieser bei den SBB vorstellig wird und die Überbauung des Güterbahnhofs ins Auge fasst. Nur so könne die Teilung der Stadt im Norden verhindert werden.
Der Zuger Güterbahnhof (rechts der Parktower). (Bild: Screenshot Google Maps)

Der Zuger Güterbahnhof (rechts der Parktower). (Bild: Screenshot Google Maps)

Der Bahnhof Bern sei für ihn das gut funktionierende und gelungene Beispiel und Vorbild, wie der Zuger Güterbahnhof dereinst überdacht sein könnte, sagt Philip C. Brunner (SVP), der zusammen mit Roman Burkard (FDP), Martin Eisenring (CVP) und David Meyer (GLP) ein entsprechendes Postulat an den Stadtrat eingereicht hat.

Die Parlamentarier «laden den Stadtrat ein», auf die SBB zuzugehen. Dies mit dem Ziel, sich bei der Entwicklung des Güterbahnhof-Areals einzubringen. So sollen ein städtischer Nutzungsmix mit Bildung, Kultur und Unterhaltung angestrebt und einem lebendigen und jungen Quartier entsprechende Wohnungsangebote inklusive preisgünstigen Wohnens bereitgestellt werden.

Überdachung ins Auge fassen

«Es soll eine längerfristig städtebauliche Perspektive verfolgt werden», verlangen die vier Postulanten und schreiben: «Insbesondere sollen Verbindungen zwischen den westlichen und östlichen Stadtteilen geschaffen und mittelfristig auch eine Immobilien-Nutzung des Gleisraums im Sinne einer Überdachung ins Auge gefasst werden.» Dazu solle in den entsprechenden Studien und Masterplan-Arbeiten der Bereich vom Bahnhof bis zur Feldstrasse einbezogen werden.

Ausserdem solle eine städtebauliche Gestaltung angestrebt werden, damit die neuen Bauten ein angemessenes Eingangstor der Stadt Zug von Norden her darstellen würden. «Die SBB planen dem Vernehmen nach, das Güterbahnhof-Areal auf der Ostseite des Gleisfelds zu entwickeln.» Vorgesehen seien verschiedene städtische Nutzungen inklusive Wohnungen. Die SBB seien daran, in Gesprächen mit Experten und interessierten Kreisen diesen Nutzungsmix zu konkretisieren. «Wir sind der Auffassung, dass dieses Immobilien­vorhaben für die Stadt Zug wirtschaftlich und sozial, vor allem aber auch städtebaulich von höchster Bedeutung ist», betonen die vier Gemeinderäte in ihrem Postulat.

Einmalige Chance

Was dem SBB-Projekt aber seine ganz besondere Bedeutung verleihe, sei seine städtebauliche Dimension, heisst es in der Begründung weiter: «Unseres Erachtens sollte die Entwicklung des Güterbahnhof-Areals als einmalige Chance für eine bessere Verbindung, ja ein Zusammenwachsen der Stadtteile auf beiden Seiten der Geleise verstanden werden. Gerade im Hinblick auf die Entwicklung der Stadt gegen Norden sind Verbindungen zwischen den westlichen und östlichen Teilen der Stadt nötig, um eine Zerstückelung der Stadt Zug zu verhindern.» Sowohl die Entwicklungen auf dem Siemens-Areal als auch das neue SBB-Quartier Kirschloh kämen nur zum Tragen, wenn diese beiden neuen städtischen Orte keine Inseln bleiben würden.

Mit einer Bebauung nicht nur der Randbereiche entlang der Gleise, sondern auch über das Gleisfeld hinweg böte sich auch den SBB die Chance, im Herzen der Stadt Zug neue Flächen in absoluter Zentrumslage zu schaffen. «Die räumlichen Verhältnisse lassen zudem vermuten, dass die Idee einer solchen Stadt über den Geleisen in Zug unter technischen und finanziellen Gesichtspunkten um Faktoren machbarer erscheint als ein altes Projekt in Zürich. Ein Vorhaben, das damals gerade wegen seiner verbindenden Wirkung vom Stimmvolk deutlich gutgeheissen worden ist.» Über die Überweisung des Postulats entscheidet das Stadtparlament am 20. März. (kk)

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