ZUG: Passanten retten Frau vor dem sicheren Tod

Schreckensmoment am Mittwochmittag im Bahnhof Zug: Eine Frau legt sich auf die Geleise der SBB. Dank dem beherzten Eingreifen zweier Passanten geht die Situation glimpflich aus.

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Polizisten bei der Unfallstelle auf dem Gleis 3 im Bahnhof Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Polizisten bei der Unfallstelle auf dem Gleis 3 im Bahnhof Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Sekunden vor Einfahrt des aus Lugano kommenden Intercitys am Mittwochmittag um 12:28 Uhr trat eine 42-jährige Frau mit Suizid-Absichten auf das Gleis 3 im Bahnhof Zug. Der Lokomotivführer und zwei auf dem Perron wartende Männer reagierten geistesgegenwärtig: Der Lokführer leitete sofort eine Notbremsung ein, die beiden Passanten forderten die Lebensmüde auf, sich unverzüglich hinzulegen, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden in einer Mitteilung schreiben.

Offenbar taten dies die beiden Männer so überzeugend, dass die Frau der Aufforderung folgte und sich flach ins Gleisbett warf. Dies gerade noch rechtzeitig, bevor der Neigezug über sie hinwegfuhr. Als der Zug nach einigen Metern zum Stillstand kam, war die Erleichterung bei den Zeugen gross: Die 42-Jährige kroch unversehrt unter dem Bahnwagen hervor.

Abklärungen der Zuger Strafverfolgungsbehörden ergaben, dass die Frau in suizidaler Absicht auf die Geleise getreten war. Der Rettungsdienst Zug brachte die Frau für weitere Abklärungen ins Spital und später in eine psychiatrische Klinik. Für die involvierten Zeugen musste ein Careteam aufgeboten werden. Zu grösseren Behinderungen ist es laut SBB nicht gekommen.

pd/rem

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