ZUG: Patrice Riedo ist neuer Kirchenratspräsident

An einer turbulenten Kirchgemeindeversammlung ist Peter Niederberger am Donnerstagabend abgewählt worden. Sein Nachfolger wird Patrice Riedo.

Ernst Meier
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Der neue Kirchenratspräsident Patrice Riedo. (Bild: pd)

Der neue Kirchenratspräsident Patrice Riedo. (Bild: pd)

Mit einer Überraschung endete am Donnerstagabend die Kirchgemeindeversammlung der Zuger Katholiken. Peter Niederberger, der im Rat über 20 Jahre tätig war, wurde von der Versammlung gegen seinen Willen abgewählt. Die Revolte zeigte sich im Vorfeld ab, als Franz Hotz vor wenigen Wochen in unserer Zeitung erklärte, dass man mit der Führung von Niederberger nicht zufrieden sei und deshalb eine Abwahl fordere. Dies zeigte Wirkung. Zur gestrigen Versammlung kamen rund 300 Katholiken – der Anlass musste deshalb kurzfristig in die St.-Oswald-Kirche verlegt werden.

Unzufrieden mit zwei Bisherigen

Im Zentrum des Abends stand die Wahl der sechs von sieben zu wählenden Kirchenratsmitgliedern. Franz Hotz präsentierte in einer längeren Rede, in der er den Kirchenrat unter Peter Niederberger kritisierte, die parteilose Neukandidatin Vladimira Steiger.

Die CVP trat neu mit Patrice Riedo an. Die Wahl endete am Schluss mit der Abwahl von Peter Niederberger. Die anderen vier Bisherigen wurden bestätigt, Patrice Riedo und Vladimira Steiger neu gewählt. Als neuer Kirchenratspräsident wurde Patrice Riedo gewählt. Peter Niederberger nahm seine Abwahl gelassen entgegen. Er sicherte zu, dass er seinen Nachfolger pflichtbewusst ins Amt einführen werde.