ZUG: Polizei muss weiter Fahrräder versteigern

Auch wenn der Aufwand gross ist und die Einnahmen immer kleiner werden – das Gesetz ist eindeutig. Wie die Ordnungshüter gemerkt haben.

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Gestohlene Velos bei der Zuger Polizei. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gestohlene Velos bei der Zuger Polizei. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zuger Polizei muss zurückrudern: Die Versteigerung von herrenlosen Fahrrädern muss weiterhin durchgeführt werden. «Die internen Abklärungen haben gezeigt, dass wir dazu gesetzlich verpflichtet sind», erklärt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, auf Anfrage.

Denn eigentlich sollte der Versteigerungshammer im März vergangenen Jahrs zum letzten mal fallen. Die Begründung damals: Der Aufwand für die Versteigerung sei schlichtweg zu gross. Und die Einnahmen zu gering. Denn es gebe immer weniger noch fahrtüchtige Velos, welche die Zuger Polizei auffinde, argumentierte Schlatter. Die Zuger Polizei wollte deshalb auch Fahrräder, die keinem Besitzer mehr zugeordnet werden konnten und noch fahrbar waren, entsorgen.

Luc Müller