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ZUG: Postplatz kommt vors Volk

Ein Komitee wehrt sich mit einer Initiative gegen die Aufhebung der Parkplätze vor dem Regierungsgebäude. 1200 Unterschriften sind für das Anliegen zusammengekommen. Heute werden sie der Stadt übergeben.
Samantha Taylor
Der Postplatz in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2017))

Der Postplatz in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Die Parkplätze auf dem unteren Postplatz vor dem Regierungsgebäude sollen erhalten bleiben: Das finden neben dem Gewerbeverein der Stadt Zug und den Gewerbetreibenden aus diesem Gebiet auch 1200 weitere Zugerinnen und Zuger. So viele Unterschriften sind für die Initiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt» in den vergangenen Wochen zusammengekommen. Das teilt das Initiativkomitee in einem Schreiben mit. Für das Zustandekommen der Initiativen wären 800 Unterschriften nötig gewesen. Mit den 1200 wird nun wohl das Stimmvolk an der Urne über die Zukunft des unteren Postplatzes befinden können.

Die Unterschriftensammlung ist dem Komitee offenbar leicht von der Hand gegangen. Stark eingesetzt hätten sich dabei neben den Komiteemitgliedern auch die übrigen Laden- und Restaurantbesitzer aus dem Gebiet Postplatz. «Viele von ihnen hatten den Unterschriftenbogen bei sich im Geschäft prominent platziert, um die Kunden auf das Anliegen aufmerksam zu machen», sagt Felix Kalt, Präsident des Initiativkomitees und des Gewerbevereins der Stadt Zug. Dabei habe man viel Zustimmung für das Anliegen erhalten. «Ich selbst habe, wie die meisten anderen auch, während der gesamten Sammlung kaum negative Reaktionen zu hören bekommen. Die meisten Angesprochenen konnten unser Anliegen gut nachvollziehen», berichtet Kalt weiter.

Gespannt auf die Reaktion des Stadtrates

Die Unterschriften werden heute Mittwoch dem Stadtrat übergeben. Dieser wird die Initiative und das Anliegen prüfen und diese anschliessend dem Grossen Gemeinderat der Stadt Zug mit einer Empfehlung zur Diskussion vorlegen. Danach ist das Stimmvolk am Zug. Gemäss Stadtschreiber Martin Würmli werden die Zugerinnen und Zuger voraussichtlich am 10. Juni über die Zukunft der Parkplätze auf dem unteren Postplatz befinden können.

Felix Kalt und seine Mitstreiter geben sich optimistisch. Vor allem aber sind sie gespannt, wie der Stadtrat weiter verfahren wird. «Der Stadtrat hat bereits vor unserer Unterschriftensammlung den Fächer in Sachen unterer Postplatz geöffnet. Wie dieser Platz aussehen soll und was damit geschieht, ist momentan ziemlich offen», sagt Kalt. Wie der Stadtrat nun auf das Zustandekommen der Initiative reagiere, sei schwer abzuschätzen. «Es wäre aus unserer Sicht aber unverständlich, wenn er trotzdem und trotz der deutlichen Opposition die Parkplätze aufheben würde», so Kalt.

Das Initiativkomitee wehrt sich gegen die Aufhebung der Parkplätze auf dem unteren Postplatz. Vor allem, dass es keine Kurzzeitparkplätze mehr geben soll, ist den Initianten ein Dorn im Auge. Vorgesehen ist eigentlich, dass alle 60 Parkplätze, die sich heute auf dem oberen und untern Postplatz befinden, aufgehoben werden. Im neuen Parkhaus Post werden 100 öffentliche Parkplätze zur Verfügung gestellt. Die Zukunft des unteren Postplatzes ist derzeit auch ohne die Initiative ungewiss. Der Grosse Gemeinderat hat Ende September einen Kredit von 1,3 Millionen Franken für die Umgestaltung nicht bewilligt und das Geschäft damit zurück an den Stadtrat geschickt.

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