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ZUG: Projekt soll arbeitslosen Expats helfen

Der Verein für Arbeitsmarktmassnahmen hat seine Jahreszahlen präsentiert. Dabei blickte er auch in die Zukunft und stellte zwei neue Projekte vor. Eines davon ist schweizweit ein Novum.
Das RAV Zug hat ein neues Projekt. (Bild: Daniel Frischherz)

Das RAV Zug hat ein neues Projekt. (Bild: Daniel Frischherz)

Expats sollen schneller wieder eine Stelle finden und in den Arbeitsmarkt integriert werden. Das hat sich der Verein für Arbeitsmarktmassnahmen (VAM) zum Ziel gesetzt. Wie er im Rahmen seiner gestrigen Jahresmedienkonferenz (siehe Box) bekannt gab, will das VAM dazu in diesem Jahr ein entsprechendes Pilotprojekt durchführen. Konkret handelt es sich um ein englischsprachiges Programm für höherqualifizierte Stellensuchende.

«Es ist das erste Projekt seiner Art in der Schweiz», sagt Gianni Bomio, Präsident des VAM. Grund für die Einführung sei, dass im Kanton Zug viele Ausländer tätig seien. «Sei sind zwar hoch qualifiziert, sprechen aber nur Englisch», führt Bomio weiter aus. Wenn diese ihre Stelle verlieren würden, sei es heute oft schwierig sie zu vermitteln, weil sie aufgrund der Sprachproblematik nicht wissen, wie sie vorzugehen haben und wie die Prozesse hier bei der Stellensuche laufen. Dies wiederum führe dazu, dass diese Personen zu lange arbeitslos seien. «Es reicht darum auch nicht mehr aus, dass wir im Arbeitsvermittlungszentrum Berater haben, die gut Englisch sprechen», führt Bomio dazu aus.

40 bis 50 Prozent sollen vermittelt werden

Das übergeordnete Ziel des Pilots, der nun in diesem Jahr läuft, ist die «rasche und nachhaltige Wiedereingliederung» von solchen Personen in den Arbeitsmarkt, betont auch Fredy Omlin, Geschäftsführer des VAM. Die Teilnehmer sollen aber auch den Schweizer Arbeitsmarkt, seine Besonderheiten, verschiedene Bewerbungsstrategien sowie ihre Stärken und Schwächen kennen. Gelernt werden soll dies während eines zweimonatigen Kurses. Dreimal soll ein solcher in diesem Jahr durchgeführt werden, zum ersten Mal im Februar. Am Projekt teilnehmen können Fach- und Führungskräfte aus allen Branchen mit guten Englisch-Kenntnissen. Gemäss Gianni Bomio sind am Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) in Zug derzeit 240 Personen gemeldet, die englischsprachig sind. Nicht alle von diesen würden sich jedoch für einen solchen Kurs eignen. Vorläufig gibt es pro Kurs 15 Plätze. Insgesamt sollen in diesem Jahr also rund 45 Personen an dem Pilotprojekt teilnehmen können.

Durchgeführt werden die Kurse nicht vom VAM selbst, sondern von der Inno Park Zug AG. Die Unternehmung hat sich auf die Unterstützung von stellensuchenden Fachkräften und Kadern spezialisiert. Das VAM kauft die Kursleistung bei der Inno Park Zug ein. Wie hoch die Kosten dafür und damit für das Pilotprojekt sind, will Gianni Bomio nicht sagen. «Der Kurs ist nicht viel teurer oder günstiger als andere. Wir erfüllen ausserdem die Vorgaben des Bundes.» Ob das Pilotprojekt auch im nächsten Jahr noch weitergeführt wird, hängt von der Erfolgsquote ab, also davon wie viele von den arbeitslosen und stellensuchenden Personen erfolgreich in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden konnten. «Bei einer Quote von 40 bis 50 Prozent können wir von einem Erfolg sprechen. Wenn es deutlich weniger sind, wird das Projekt wohl nicht weitergeführt», sagt Bomio.

Mentoren werden gesucht

Neben dem Projekt für Englischsprachige führt das VAM in diesem Jahr noch ein weiteres Pilotprojekt mit dem Titel «Mentonring 50 plus» durch. Die Idee: Freiwillige Mentorinnen und Mentoren, die über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen und selbst noch im Berufsleben stehen, unterstützen Arbeitslose, die über 50 Jahre alt sind, bei der Stellensuche. Das Projekt ist aus der Kampagne «Alter hat Potenzial» entstanden. Diese wurde vom Kanton Zug im Januar 2019 lanciert, wird im März offiziell abgeschlossen und befasst sich mit dem Thema von Stellensuchenden über 50. Die Suche nach den Mentoren läuft seit einigen Wochen. Bisher haben sich elf Personen gemeldet, die gerne mithelfen würden. Wie Fredy Omlin ausführt, seien weitere Mentorinnen und Mentoren gefragt.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

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