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ZUG: Reflexionen im Regen

Mit kleineren und grösseren Kameras ausgerüstet, trafen sich am Donnerstagabend rund 20 Hobbyfotografen zum Fotowalk durch die Stadt. Ein Thema stand dabei im Zentrum.
Yannick Ryser hat trotz Wind und Regen am Fotowalk teilgenommen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. April 2017))

Yannick Ryser hat trotz Wind und Regen am Fotowalk teilgenommen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. April 2017))

«Der Grau-Fotowalk ist kostenlos, findet bei Wind und Wetter statt und kann kurzentschlossen, ohne Voranmeldung, besucht werden», hiess es auf der Website des Zuger Traditionsunternehmens Foto-Optik Grau. Und so begrüsste denn Christian Grau, verantwortlich für Foto- und Videoproduktion, die trotz Kälte und Nässe sich einstellenden rund 20 Teilnehmer am Donnerstagabend gleich mit einem Regenschutz für Kameras und schlug vor, die meteorologischen Umstände für das Bildthema «Reflexionen» zu benutzen.

In der Katastrophenbucht, zwischen weissgrauem See und Himmel auf der einen Seite, den farbigen Flächen der Betonwände auf der anderen, entstanden die ersten Bilder: Wasseroberflächen, Fontäne, die glitschigen Stufen der Uferbefestigung waren offensichtliche Bildmotive. Bald kamen aber auch noch zwei mitgebrachte rechteckige Spiegel hinzu, welche beliebig auf- und umgestellt werden durften. Und plötzlich schwamm auf dem Wasser eine glitzernde Weihnachtskugel. Ein Schwan interessierte sich dafür, ein Taucherli knabberte daran. Die zuerst verhaltene Stimmung wurde heiter, und die Kameras klickten. Allmählich entstand der Austausch zwischen den Gleichgesinnten, gingen Tipps und Tricks hin und her und wurde über Bildausschnitt, Kamerapositionen, Objektive, Blenden, aber auch über Austauschplattformen im Internet diskutiert. Grau selbst, aber auch sein langjähriger Mitarbeiter Silvio Brändli gaben fachmännischen Rat, wann immer er gewünscht wurde. Und natürlich gehörten Geschichten über Fotoerlebnisse dazu – wie man schnelle Autos oder rasende Rodeoreiterinnen aufs Bild bannt oder wie perfekte Aufnahmen von Mond und Sternen geraten können.

Wettbewerb für das schönste Bild

Eine zweite Szenerie, mitten in der Zuger Altstadt, bot neue Reflexionsmotive: Tropfen auf den Steinen des Kopfsteinpflasters, Rinnsale dazwischen, und dann die gleichzeitig spiegelnden und transparenten Schaufensterflächen, hinter welchen auch noch Gegenstände, Licht und Schattenwurf dazukamen. Brändli begann von der Leica Monochrom zu schwärmen, mit der man die allerschönsten Schwarz-Weiss-Fotografien herstellen kann, erwähnte das Fotobuch «New York in 40 Days» des jungen Schweizer Fotografen Thomas Biasotto. Etwas später berichtete Grau von einem weiteren Street-Fotografen, Thomas Leuthard, der ganz am Anfang des Fotowalks kurz aufgetaucht war. Und beim Rückweg entstand ein Gespräch über Makrofotografie – ein fotobegeisterter Pensionierter war fasziniert von der Mikrowelt, die sich darin offenbart: Härchen an einem Stück Haut oder die Krallen einer Ameise.

Ganz am Schluss, zurück auf dem Bundesplatz, wurden die Teilnehmer zu einem Wettbewerb eingeladen – maximal drei Bilder dürfen sie einsenden, der Gewinner wird von der internen Grau-Jury gekürt, und als Preis winkt ein Gutschein von 50 Franken. Geplant ist, die schönsten Fotos auf der Website von Foto- Optik Grau zu publizieren.

Dorotea Bitterli

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis

Die nächsten Grau-Fotowalks sind vorgesehen für den 24. Juni und den 31. August. Infos unter: www.foto-optik-grau.ch

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